Monthly Archives of: Juli 2008

Post

Initiative KulturArbeit: in Berlin sollen neue Arbeitsplätze entstehen

8 comments

Gerade habe ich die Website der Initiative KulturArbeit entdeckt. Was das ist?

„Die Initiative KulturArbeit in Berlin stärkt die Rahmenbedingungen kultureller Produktion und Angebotsvielfalt und unterstützt die kulturelle Bildungsarbeit.“

Auf diese Weise sollen mit öffentlichen Geldern zusätzliche Arbeitsplätze im Kulturbereich geschaffen werden, allerdings ist die Föderung auf drei Jahre begrenzt.

Ich fürchte, nach den drei Jahren wird es dann auch schon wieder vorbei sein mit den zusätzlichen Arbeitsplätzen. Warum? Zwei Aspekte gilt es zu berücksichtigen:

  • Zum einen ist die Nachfrage nach Kunst insgesamt zu niedrig, damit die Einnahmen ein Niveau erreichen, das es KünstlerInnen erlaubt, von ihrer Arbeit zu leben.
  • Zweitens sind die öffentlichen Fördergelder in den letzten Jahren gesunken, die Zahl derer, die im Kunst- und Kulturbereich arbeiten, aber eher gestiegen.

Gut, nun werden also drei Jahre lang zusätzliche Arbeitsplätze in diesem Bereich gefördert. Was aber soll sich ändern, damit das Problem in drei Jahren nicht wieder auftritt? Worin liegt die Nachhaltigkeit dieser Aktion?

In den auf der Website formulierten Zielen ist die Rede davon, die strukturellen Arbeitsbedingungen von KünstlerInnen zu verbessern und die Nachfrage nach künstlerischen Leistungen zu erhöhen. Aber wird durch diese Initiative die Nachfrage erhöht? Wäre es nicht mal spannend, eine Initiative zu starten, die sich an die Gruppe der Nachfrager richtet, also an das (potenzielle) Publikum und nicht an die, die das Produkt anbieten?

Post

Wie viel sollen wir verdienen?

14 comments

„What would a ‚fair‘ wage per year for an actor be? Or What do we feel it to be?“

Diese Frage wurde Adam Thurman gestellt, der sie an die LeserInnen seines The Mission Paradox Blog weiter gegeben hat. In einigen Kommentaren wird seine Frage mit konkreten Zahlen beantwortet. Mal sind es 20.000 USD, mal 40.000.

Interessant ist aber der Kommentar von Michael Fiala, der 26 Jahre als Schlagzeuger gearbeitet hat und heute sein Geld in der Marketingbranche verdient. In den frühen 80er Jahren war die Bezahlung noch angemessen, schreibt er.

„Bigger artists payed more because they sold more tickets, records(remember them?), and merchandise, and knew they needed to pay more for my services to maintain the quality performance they needed to please their audiences.“

Aber die Rahmenbedingungen veränderten sich. Mehr Schlagzeuger boten ihre Leistungen an und da das Angebot (an Schlagzeugern) die Nachfrage überstieg, war es vorbei mit der angemessenen Zahlung. Warum das so ist, beschreibt Fiala so:

„It’s also important for artists to remember that it’s the responsibility of ANY manager – no matter how much they WOULD LIKE to pay their artists – to make a profit. And that means controlling costs. And labor is a cost. If the cost of labor is too high, the organization cannot, by definition, sustain itself.
So I don’t think arbitrarily setting wages („price-fixing“) works in a a free market, or fits well with a reasonable business model. Historically, price-fixing tends to lead to „outsourcing“, downsizing, or the organization closes its doors entirely.
My union tried to hold the line on wages in the 1980’s and failed every time, with the exception of a few major symphonies and major national touring, recording, television, and film contracts. In fact, wages usually went down when the musicians union interfered in the market.“

Welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen? Fiala weiter:

„I know creative people tend to think money grows on trees and „the man“ is sticking it to them, but the harsh reality is, the arts are a business just like any other … and must turn a profit to survive. So, if creatives don’t feel they’re getting paid enough, they have some choices:
1– improve your skills and try to get a better job;
2– If you feel you’re as good as the best in the business, move to the appropriate city and try to work your way up the ladder;
3– If that isn’t possible, try to find innovative, creative ways to bring added value to what you’re already doing. Try to attract more people to pay their hard earned money to see your performances.“

Was denken Sie? Stimmen Sie dieser Sichtweise zu? Und trifft das auch auf KulturmanagerInnen zu?

Post

„Gestaltung der Arbeit in virtuellen Unternehmen“ – ein Report des Bundesministerium für Bildung und Forschung

5 comments

Spinnt er jetzt völlig, werden Sie sich vielleicht fragen? Was habe ich mit einem virtuellen Unternehmen zu tun? Obwohl? Zeichnet sich der Kunst- und Kulturbereich nicht durch eine Vielzahl von EinzelkämpferInnen aus? Wird nicht immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, sich in Netzwerke einzuklinken und so das berufliche Überleben zu sichern?

Schon seit einigen Jahren geistert bei mir im Hinterkopf eine Idee herum, in der es darum geht, all die Menschen an einem Ort zusammen zu bringen, mit denen ich gerne in Projekten zusammenarbeite oder zusammenarbeiten würde. So in der Art der Schraubenfabrik.

Witzigerweise haben dort früher vor allem Leute aus dem Kunst- und Kulturbereich gearbeitet. Heute schaut das ganz anders aus, aus welchen Gründen auch immer.

Aber mal abgesehen von der Tatsache, dass es manchmal ganz nett ist, sich mit jemandem zwischendurch unterhalten zu können, muss diese Form der temporär begrenzten Zusammenarbeit ja nicht mehr an einem fix vorgegebenen Ort stattfinden. Das Internet macht es möglich.

Ich kann heute ohne Probleme mit einer GrafikerIn, einer TexterIn und einer WebspezialistIn die Online-Kampagne für ein Museum konzipieren, planen und auch umsetzen, ohne dass wir uns jemals real treffen. Arbeiten wir öfter auf diese Weise zusammen, kann man von einem virtuellen Unternehmen sprechen.

Das zeichnet sich aus durch

  • „neue Vertrags-, Arbeits- oder Managementstrukturen,
  • räumlich flexible, verteilte Standorte,
  • zeitliche Instabilität bzw. dynamische Zusammensetzung,
  • rechtliche und teilweise wirtschaftliche Selbstständigkeit der Kooperationspartner nach innen sowie
  • einen einheitlichen Marktauftritt des virtuellen Unternehmens
    nach außen“,

heißt es in einem Report, den das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegeben und dankenswerterweise auch online zur Verfügung gestellt hat. „Gestaltung der Arbeit in virtuellen Unternehmen„ist er überschrieben und beschäftigt sich mit den Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für diese Form der Zusammenarbeit.

Zwei Punkte möchte ich gerne herausgreifen.

Vertrauen als Erfolgsfaktor der virtuellen Zusammenarbeit

Vertrauen ist nicht nur in einem klassischen Unternehmen eine der Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, sondern natürlich – in noch viel stärkerem Ausmaß – auch in virtuellen Unternehmen. In ihrem Beitrag „Vertrauen als Erfolgsfaktor der virtuellen Zusammenarbeit“ kommen Sylvia Steinheuser und Joachim Zülch zu einem ganz wichtigen Ergebnis. Sie haben herausgefunden,

„dass für den Aufbau und Erhalt von – vor allem zwischenmenschlichen – Vertrauensbeziehungen die Begegnung von Angesicht zu Angesicht besonders wichtig ist. Informelle Begegnungen und face-to-face Kontakte führen zu mehr und vor allem zu intensiverer Kommunikation. Dies steigert die Kooperation und das Vertrauen zwischen den Beteiligten.“

Daher, so ihre Schlussfolgerung, könne eine hauptsächlich informationstechnisch vermittelte Kommunikation demnach als nicht ausreichend für den Beziehungs- und Vertrauensaufbau betrachtet werden. Das heißt, irgendwann muss man sich mal face-to-face getroffen haben, in Projekten ist das dann das berühmte Kick-off-Meeting, das leider sehr oft aus Kosten- und Zeitgründen gestrichen wird.

Informationstechnische Unterstützung selbst organisierter Freelancer-Netzwerke

Matthias Finck, Monique Janneck, Horst Oberquelle, Arno Rolf haben sich in dem Kapitel „Informationstechnische Unterstützung selbst organisierter Freelancer-Netzwerke“ damit beschäftigt, welche Rolle das Internet bei der Zusammenarbeit spielt. Interessant, wer auf diese Weise zusammenarbeitet, der erwartet sich eine Plattform. Diese Haltung kann ich bestätigen, denn fast jedes organisationsübergreifende Projekt beginnt mit einer Diskussion darüber, wie die zu erstellende Plattform auszusehen habe.

Ist sie dann da, wird sie aber, und das ist jetzt wahrscheinlich nicht nur meine Erfahrung, nur selten genutzt. Die AutorInnen machen dafür soziale, technische und organisatorische Gründe verantwortlich:

„Auf der sozialen Ebene wurden häufig andere Kommunikationsmittel als reichhaltiger oder angemessener angesehen als die Kooperationsplattform, insbesondere wenn fachliche Inhalte kommuniziert werden, bei denen sozioemotionale Prozesse und kollegiale Beratung im Vordergrund stehen, wie etwa im Bereich Beratung und Training. Hier wird die mündliche Kommunikation als alternativlos betrachtet.“

Interessanterweise sind die technischen Probleme gar nicht mehr so gravierend. Nicht die unübersichtliche Navigation oder Schwierigkeiten beim Login oder dem Verfassen von Beiträgen stellen große  Hürden dar, sondern Zugangsprobleme, während man beruflich unterwegs ist.

Am meisten hapert es wohl auf der organisatorischen Ebene:

„So liegt der Hauptgrund für die geringe Nutzung in dem Fehlen eines konkreten Nutzungsanlasses bzw. eines konkreten Nutzungsinteresses, das von der Mehrzahl der Netzwerkmitglieder geteilt wird.“

Ausgehend von diesen Erkenntnissen kommen die AutorInnen zu dem Schluss,

„dass in selbstorganisierten Netzwerken mit einem hohen Maß an freiwilliger Kooperation Informationstechnik nur dann eine Unterstützung bietet, wenn der Zugang hierzu und Umgang damit für die Mitglieder möglichst niedrigschwellig ist. Andernfalls verzichten die Beteiligten auch im Bewusstsein möglicher Nachteile eher auf die Verwendung solcher Systeme und nutzen persönliche Treffen oder andere leicht zugängliche Medien, wie z. B. Telefon oder E-Mail, für ihre Zusammenarbeit. Auch wenn der Bedarf einer informationstechnischen Unterstützung erkannt wird, lässt sich eine technische Unterstützung nur dann auf Dauer erfolgreich etablieren, wenn vor dem Hintergrund der hohen Eigenständigkeit der Mitglieder verbindliche und verlässliche Spielregeln für die virtuelle Kooperation etabliert werden: Der Betreuung und Bereitstellung der Software kommt eine entscheidende Bedeutung für den erfolgreichen Einsatz zu.“

Ganz so einfach ist es also nicht, sich mit anderen zusammen zu tun. Vertrauen ist eine der Grundvoraussetzungen für diese Form der Zusammenarbeit. Dieses Vertrauen wiederum kann nur entstehen, wenn die Person, der ich vertrauen möchte, mir ihre Kompetenz beweisen kann.

Und wie lässt sich Kompetenz beweisen? Ob Sie nun KulturmanagerIn, KulturunternehmerIn oder ein Kulturbetrieb sind spielt keine Rolle. Sie alle können dabei unter anderem auf das Internet setzen. Überlegen Sie sich, wie sich Ihre Fähigkeiten im Web darstellen lassen. Ob das nun eine ganz normale Website, ein Weblog oder ein Videokanal auf YouTube oder Sevenload ist, liegt ganz in Ihrem Ermessen.

Wenn Sie wissen wollen, worauf es bei der Gestaltung Ihres Webauftritts ankommt, dann empfehle ich Ihnen übrigens die neue Serie „Internetauftritt von Kultureinrichtungen„, mit der Karin Janner gestern auf ihrem Kulturmarketing Blog begonnen hat.

Post

Wie ich Xing nutze; ein Interview auf telemat.de

2 comments

Vor einiger Zeit hat mir der Journalist, Manager und Trainer Jürgen Alexander Christ ein paar Fragen zu Xing gestellt. Was erwarte ich mir von diesem Business-Netzwerk und wie sieht es eigentlich mit Aufträgen aus? Während ich auf Urlaub war, hat Christ das Interview auf seinem Blog Telemat.de veröffentlicht.

Ich bedanke mich bei Jürgen Alexander Christ für die interessanten Fragen. Xing ist in meinen Augen ein sehr faszinierendes und gleichzeitig nützliches Tool für das – meist – berufliche Networking.

Wenn Sie das Interview nachlesen wollen, können Sie das hier tun. Eine kleine Anmerkung: der Doktortitel, mit dem ich bedacht worden bin, steht mir nicht zu. :-)

Post

hitotoki: A Narrative Map of London

Leave a reply

Hitotoki ist ein ziemlich faszinierendes Projekt, das versucht, von London so etwas wie eine literarische Landkarte zu erstellen. Was bedeutet Hitotoki? Auf der Website wird der Begriff so erklärt:

„The word Hitotoki is a Japanese noun comprised of two components: hito or “one” and toki or “time,” and is often translated as “a moment.” In common usage, it can be used to describe any brief, singular stretch of time (if we share a meal someday, you can call that a hitotoki).“

Hitotoki sammelt sammelt literarische Momentaufnahmen und das nicht nur von London, sondern auch von New York, Paris, Sofia, Shanghai und Tokyo, wo das Projekt im letzten Jahr seinen Anfang nahm. Weitere sollen folgen.

Die Grundidee:

„Hitotoki is an online literary project collecting stories of singular experiences tied to location in cities worldwide.“

Schauen Sie mal rein…

Quelle: booktwo.org

Post

Small is beautiful

4 comments

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich mit einem Musiker, der in einem Orchester spielt und sich beklagte, dass es so schwer sei, überhaupt wahrgenommen zu werden. Das Problem sei, so meinte er, dass das Orchester so klein sei und sie deshalb kaum Möglichkeiten hätten, Werbung in eigener Sache zu betreiben.

An diese Geschichte musste ich denken, als ich gestern die Geschichte las, die Seth Godin in seinem Blogpost „Should small business whine?“ schildert. Er hatte online Klamotten gekauft und wollte sie umtauschen. Vier Wochen werde das dauern, meinte man in der Firma. Die Begründung: man sei eine kleine Firma, daher dauere es so lange.

Seth Godin kommt nun nicht zu der Schlussfolgerung, dass ein kleines Unternehmen in diesem Fall schneller sein müsse als ein großes. Aber er stellt, nicht ganz zu Unrecht, die Frage, warum man dann bei einer kleinen Firma einkaufen solle, wenn die Leistung schlechter als bei den Großen?

Das Internet, so stellt Godin fest, ist die Chance für kleine Unternehmen:

„A tiny business can have a better website than a huge one. A tiny business can do better customer support than a big one. A tiny business can write a better newsletter than a big one. Maybe not for everyone, but everyone is for the big companies. The passionate minority is happy to embrace the small company. As long as they focus and don’t whine about it.“

Daher lautet seine Schlussfolgerung:

„Small is a weapon, not an excuse.“

Das passende Beispiel hat Chris Brogan entdeckt: David Moore arbeitet als Hip Hop Lehrer und produziert kleine Videoclips, die er über MySpace und YouTube unter die Leute bringt.

Das Video zeigt sehr schön, welche Einsatzmöglichkeiten sich hier für den Kunst- und Kulturbereich auftun. Nicht ohne Grund hat Chris Brogan für sein Blogpost die Überschrift „How The Arts Can Use Social Media“ gewählt. Natürlich werden sich Tanz, Theater oder Musik leichter tun wie etwa der Bereich der Bildenden Kunst. Aber es gibt immer eine Möglichkeit, ein gutes Videoclip zu produzieren.

Als Gegensatz zum Hip Hop hier noch ein Video, mit dem „Sehnsucht ahoi“ beworben wird.

Die von Andrea Latritsch-Karlbauer konzipierte Theaterperformance findet auf einem Schiff auf dem Millstätter See, also in Kärnten statt und läuft noch bis Mitte August. Weitere Infos dazu gibt es hier.

Post

Warum brauchen wir ein Kulturmanagement Wiki?

9 comments

Karin Janner vom Kulturmarketing Blog hat die Idee geboren, ein Kulturmanagement Wiki einzurichten. Das Ziel beschreibt sie so:

„Eine gute und aktuelle Sammlung aller Themen, die für Kulturmanager wichtig sind.“

Eine wie ich finde gute Idee, denn Informationen zum Thema Kulturmanagement sind im Internet nach wie vor dünn gesät. Nachdem wir uns bis jetzt darüber nur in den Kommentaren zu verschiedenen Blogposts unterhalten haben und ich mittlerweile Mühe habe, den Überblick zu behalten, unternehme ich hier den Versuch, meine Überlegungen dazu noch einmal zusammen zu fassen.

Was ein Wiki ist, hat Karin ja ausführlich beschrieben, warum brauchen wir aber ein Wiki für den Bereich Kulturmanagement? Die Infos, die im wohl bekanntesten Wiki, nämlich Wikipedia zum Thema Kulturmanagement zu finden sind, kann man getrost vergessen.

Aber gerade dieser Eintrag führt für mich zu der Frage, welche Informationen eigentlich relevant sind? Geht es um Informationen über den Bereich Kulturmanagement oder geht es um Informationen für KulturmanagerInnen? Ersteres heißt für mich verkürzt gesagt, über Kulturmanagement nachzudenken, im zweiten Fall geht es eher um die Praxis.

Jetzt kann man natürlich sagen, beides ist wichtig. Das ist auch nicht so verkehrt und wenn es gelingt, ein Wiki aufzubauen, in dem beide Arten von Information enthalten sind, dann ist das sicher eine tolle Geschichte. Ich bin aber davon überzeugt, dass eine kleinere Variante, die sich dann erweitern lässt, zielführender ist.

Im Sinne des agilen Projektmanagements würde ich damit beginnen, die wichtigsten Informationen zusammen zu tragen, damit es gelingt, in möglichst kurzer Zeit eine möglichst hohe Akzeptanz zu erhalten.

Welches sind die wichtigsten Informationen? Den Mails nach zu schließen, die ich bekomme, gibt es zwei Bereiche: erstens das Thema Kulturfinanzierung und zweitens das Thema Kulturmanagement Ausbildung.

Die Finanzierungsmöglichkeiten von Kunst und Kultur sind natürlich ein wichtiges Thema hier im Blog, aber es fehlt die Systematik, was einfach am chronologischen Aufbau von Weblogs liegt. Daher habe ich damit begonnen, ein Förderwiki einzurichten, um zumindest das Fördersystem systematisch darzustellen. Das Grundgerüst steht, aber bei den Details, z.B. lokalen und regionalen Fördermöglichkeiten, stoße ich natürlich an meine Grenzen. Das Förderwiki in einem Kulturmanagement Wiki aufgehen zu lassen, wäre eine feine Sache und kein großes Problem.

Zweiter Punkt Ausbildung: hier habe ich ja schon vor längerer Zeit angekündigt, die unterschiedlichen Angebote hier im Blog vorzustellen, zuletzt an dieser Stelle. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich in Kürze damit beginnen werde, die einzelnen Angebote vorzustellen. Bei diesem Thema bin ich mir aber nicht sicher, ob es in einem Wiki besser aufgehoben ist als im Blog, denn in meinen Augen ist es da ganz wichtig, dass StudentInnen bzw. AbsolventInnen in den Kommentaren von ihren Erfahrungen berichten. Sonst reicht ja eine Linkliste.

Welche Themenfelder haben noch eine so große Bedeutung, dass sie von Beginn an im Wiki behandelt werden sollen? Hanspeter Gautschin hat vor kurzem in seinem Blog Bodeständigi Choscht auf das Google Keyword Tool hingewiesen. Gibt man dort den Begriff Kulturmanagement ein, dann sieht man recht schnell, dass vor allem Infos zum Thema Ausbildung und Studium gesucht werden, gefolgt von Jobangeboten. Um über Jobangebote zu informieren, ist ein Wiki ganz sicher nicht das richtige Instrument, außerdem hat sich das Kulturmanagement Network dieses Themas schon angenommen.

Auch bei ähnlichen Begriffen wie z.B. Kulturmarketing steht die Aus- und Weiterbildung im Vordergrund, da hilft Google also nicht wirklich weiter. Bleibt die Frage an Sie, welche Themen für Sie im Bereich Kulturmanagement von Interesse sind?

In meinen Augen sind das die klassischen Bereiche Management, Marketing, PR. Und sonst?

Post

Film und Foto zum Wochenbeginn

Leave a reply

Am Wochenende habe ich in diversen Blogs geschaut, was dort in den letzten drei Wochen so alles interessantes passiert ist. Besonders gut gefallen hat mir die Seite der Fotokünstlerin Natasja Fourie, auf die ich durch einen Hinweis auf Anne Radstaak’s Heim für Jammerlappen aufmerksam geworden bin. Nicht nur die Fotos sind klasse, sondern auch die Website ist sehr schön designt. Eine der besten Websites, die ich in der letzten Zeit gesehen habe.

Gut finde ich die Idee von SnagFilms, Dokumentarfilme auf einer Internetplattform zur Verfügung zu stellen. Laut Pressemitteilung warten bereits mehr als 200 Dokumentarfilme darauf angeschaut zu werden. Die Filme können nicht nur kostenlos angesehen werden, sondern es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sie in die eigene Website einzubinden und so zu deren Verbreitung beizutragen.

Keine schlechte Idee um Dokumentarfilme zu promoten, denn nur den wenigsten gelingt es, ein Publikum zu erreichen, von ordentlichen Einnahmen ganz zu schweigen. Ob sich das durch SnagFilms aber ändert, wage ich zu bezweifeln, denn ein brauchbares Geschäftsmodell kann ich dahinter nicht erkennen. Kein Nachteil ist es aber, dass dem Unternehmen mit Ted Leonsis jemand voransteht, der bei AOL in führender Position das Film- und das Internetbusiness kennen gelernt hat.

Unabhängig von meinen Bedenken lassen sich dort derzeit einige interessante Dokumentarfilme finden. Für Filmfreunde lohnt sich der Besuch der Seite also.