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Eine Community aufbauen: leichter gesagt als getan

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Gemeinschaftserlebnis
© Stephanie Hofschlaeger; Pixelio

Vielleicht sind Sie gerade dabei, für Ihren Kulturbetrieb ein Weblog zu starten oder eine Facebook-Seite einzurichten? Dann wird Ihnen wahrscheinlich in diesem Zusammenhang der Begriff der Community begegnet sein. „Bauen Sie eine Community auf“, heißt es immer. Und wenn die dann so richtig groß ist, dann brummt das eigene Geschäft.

Nur wie macht man das eigentlich, eine Community aufbauen? Ein Blog ist schnell gestartet, ein Facebook-Profil schnell eingerichtet. Und dann?

Ich habe schon vor längerer Zeit versucht, die Frage zu beantworten, wie man eine Community aufbaut. Jetzt hat Jeremiah Owyang die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die man beim Aufbau einer Commmunity beachten sollte. In seinem Blogpost „How To Kick Start A Community –an Ongoing List“ weist er aber darauf hin, dass es sich dabei um eine offene Liste handelt, die noch weiterer Ergänzungen bedarf. Aber wer sich an dem orientiert, was Owyang hier auflistet, befindet sich schon mal auf einem guten Weg:

  1. „Create compelling content on a recurring basis.
  2. Reward users who fill out their profile.
  3. Invite community influencers and advocates to the community first.
  4. Encourage interaction through conversations.
  5. Reward top contributors.
  6. Centralize your community around your real world events.
  7. Virtual Events integrate community.
  8. Integrate with your website –and other customer touchpoints.
  9. Encourage employees to get active.“

Eine der größten Herausforderungen wohl darin, keine halben Sachen machen zu können. Häufig wird nur der äußere Rahmen zur Verfügung gestellt und dann schaut man mal, was passiert. Ergebnis: es passiert gar nichts, wenn dort nicht regelmäßig Inhalte angeboten werden, die andere auch interessieren. Und auch die Inhalte reichen nicht, wenn niemand auf mich reagiert.

Eine weitere Frage beschäftigt mich: Communities lassen sich, was Struktur und Rahmen angeht, leicht im Internet einrichten, z.B. auf Facebook. Heißt das dann, dass ich nur webaffine Menschen in diese Community bekomme oder gibt es auch Möglichkeiten, parallel dazu Strukturen in der realen Welt zu schaffen? Denn wenn diese beiden Welten nicht zusammenwachsen, dann habe ich von der tollsten virtuellen Community nicht sehr viel.

Via Textdepot

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Der Job des Community Managers

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„Invest in a Community Manager“, meint Connie Benson am Ende ihrer Präsentation zum Thema „Community Manager Role is Changing Corporate Communication„. Von Communitys reden wir zwar häufig, aber wie gehen wir eigentlich damit um? Und vor allem wer geht mit ihnen um?

So ganz ist das Thema Community ja noch nicht bei uns angekommen. Zumindest nicht im Kunst-und Kulturbereich. Wenn wir uns ein Theater vorstellen, in dem sich eine Bühne und ein Zuschauerraum befinden, dann ist da selten von Community die Rede. Viel eher heißt es: wir da oben und Ihr da unten.

Natürlich gibt es mittlerweile einige Kultureinrichtungen, die das Web 2.0 für sich entdeckt haben und wissen, dass sie dort mit ihren Zielgruppen kommunizieren können. Das passiert auch, zum Teil sehr erfolgreich. Schaut man sich dann aber die Berufsbezeichnungen derjenigen an, die diesen Job übernommen haben, dann entdeckt man die unterschiedlichsten Bezeichnungen. Den Community Manager konnte ich aber nirgends entdecken.

Warum er für jedes Unternehmen und natürlich auch für Kultureinrichtungen wichtig ist und über welche Fähigkeiten er verfügen muss, darüber hat Connie Benson in ihrer Keynote auf der Community 2.0 gesprochen. Hier ist ihre Präsentation:

In Ergänzung dazu finden Sie hier die Aufzeichnung ihres Vortrags als Video und außerdem hat Connie Benson die wichtigsten Punkte in einem Blogpost zusammengefasst.

Für mich sind vor allem die Folien 6 bis 9 interessant. Darin wird nämlich deutlich, dass der Job des Community Managers eine Querschnittaufgabe ist (siehe Folie 6). Das ist aber auch, denke ich, ein Hinweis darauf, dass wir unser Kastendenken aufgeben müssen. Es gibt nicht mehr DAS Marketing oder DIE PR.

Und worin liegt für die Unternehmung der Mehrwert eines Community Managers? Benson listet sie in Folie 7 auf:

  • „Humanize the Company (give it personality)
  • Represent the Brand in conversations
  • Build relationships and increase loyality
  • Identify and recruit brand advocates
  • Bring a new perspective to the company
  • Engage with new markets
  • Build internal team“

Wer macht das bei Ihnen bzw. sorgt sich da überhaupt jemand darum?

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Wie „Tribes“ entstehen

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„Tribes“ ist ein Begriff, der sich wörtlich mit „Stamm“ übersetzen lässt. Seth Godin lehnt sich daran an und  versteht darunter

„any group of people, large or small, who are connected to one another, a leader, and an idea“,

wie man in der Kurzbeschreibung zu seinem Buch Tribes: We Need You to Lead Us auf Amazon lesen kann. Auf Seth Godin’s Blog habe ich ein Video gefunden, das sehr anschaulich zeigt, wie solche Tribes entstehen können.

Am Anfang sieht man in dem Video zwei Personen, die zur Musik tanzen. Durch die dritte Person wird daraus, wie Seth Godin schreibt, mehr als ein Nebeneinander tanzen:

„… it’s guy #3 who made it a movement.“

Zwar sei es auch wichtig, dass jemand den Anfang mache, also in diesem Fall Person #1, aber entscheidend sei Person #3, so Godin. Für ihn ist das der Moment, wo aus einer Ansammlung von Menschen eine Gruppe wird.

Diese im Video gezeigte Situation belegt aber auch, wie wenig planbar solche Entwicklungen sind. Wenn wir solche Tribes schaffen wollen, können wir im Endeffekt nur für die Rahmenbedingungen sorgen. Ob daraus etwas wird, liegt  eigentlich nicht in unserer Hand.

Beiträge zum gleichen Thema:

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Publikum oder Community?

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© Henning Hraban-Ramm; Pixelio

Warum sollen Kunst- und Kultureinrichtungen bloggen, twittern oder in den verschiedenen Netzwerken aktiv sein? Eine Antwort lautet: man kann damit neue Zielgruppen erreichen und sie für Kunst und Kultur interessieren. Im Idealfall besuchen sie dann die Konzerte, Ausstellungen oder Aufführungen und sorgen so dafür, dass den Kultureinrichtungen, überspitzt formuliert,  nicht das Publikum ausgeht.

Eine der Empfehlungen, wie man dabei vorgehen sollte, lautet: man baut Communities um die jeweilige Kultureinrichtung auf. In seinem Blogpost „Audience or Community“ weist Chris Brogan darauf hin, dass zwischen dem Publikum und einer Community aber ein großer Unterschied besteht, den er so beschreibt:

„The difference between an audience and a community is which direction the chairs are pointing.“

Wenn es uns „nur“ darum geht, Menschen auf uns aufmerksam zu machen, Awareness zu schaffen für unsere (künstlerische) Arbeit oder die Produkte, dann ist es unser Ziel, dass man uns zuhört.

„We create things to get people’s attention. For some, the creation is advertising. For others, it’s face to face events. For others, it’s content (…). If you’re clever, you create in a variety of formats“,

empfiehlt Chris Brogan und beschreibt damit die Stuhlreihen, die nach vorne ausgerichtet sind. In einer Community sind die Stühle aber anders aufgestellt:

„A community looks to each other to sustain the relationship and some of the interactions“,

erklärt Brogan und beschreibt eine Community als eine Gruppe von Menschen, die von gemeinsamen Interessen, Idealen oder Wünschen geleitet werden und spüren, dass sie hier Wertschätzung erfahren. Von der Idee Communities aufzubauen, um lediglich Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, hält Chris Brogan wenig:

„…if all you’re hoping to achieve through building community is to sell more products, that might not be the best way to consider the problem. Communities don’t sell product. Communities empower users of products or services, or people with like-minded interests to interact.“

Oder anders ausgedrückt:

„At the bare minimum, audiences want recognition that the leader or focal point is grateful for their interaction. At the most, a community wants to own the experience every bit as much as they can.“

Ich nehme wahr, dass es vielen Kultureinrichtungen, die im Social Web unterwegs sind, vor allem darum geht, auf sich aufmerksam zu machen und Informationen unter die User zu bringen. Das ist auch nicht falsch, schließlich muss ich erst einmal wahrgenommen werden. Aber irgendwann erschöpft sich die Sache, am Ende haben wir es dann nur mit einem neuen Kanal zu tun, über den wir unsere Nachrichten herausschicken.

Das Social Web kann aber mehr. Es bietet uns die Möglichkeit, dass sich Menschen zusammenfinden und aus der Community heraus für sich einen Nutzen ziehen, der dann weit über einen Ausstellungs- oder Konzertbesuch geht.

David Cid bringt in seinem Kommentar zu Brogans Blogpost die Unterschiede zwischen dem Publikum bzw. den Zuhörern und der Community auf den Punkt:

„Engagement and empowerment are key in building and sustaining a community. An audience is passive in nature, because they only watch and hear (perhaps some interaction but definitely not enough to call it a community). Through building an audience, consumers receive information, which HOPEFULLY stimulates positive brand perception and adoption. However, through the building of community, consumers are no longer just consumers – they are PEOPLE. People with similar passions, interests, problems, etc and they can share their experiences and begin dialogues which can benefit all parties involved – people make connections and are intrigued by the comments and conversations, brands can use what is said as a means to do a brand/product audit, etc.“

Und mindestens ebenso wichtig ist der Hinweis von Amber Naslund,

„that you cannot *create* a community. It creates itself.“

Das heißt, wir müssen die Zügel lockerlassen und darauf verzichten, zu bestimmen, was in einer Community passiert oder nicht. Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen, damit eine Community entstehen kann. Ob das dann auch passiert, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem davon, ob wir die Menschen, wie Cid schreibt, nicht nur als Konsumenten sehen, sondern als Menschen, mit denen wir etwas weiterentwickeln können. In diesem Fall das Interesse oder die Liebe zur Kunst.

Es hängt aber auch von der Fähigkeit zum Gespräch ab. Wenn ich nur monologisiere, nur Informationen verteile, wird daraus nie eine Community entstehen können. Die Frage ist aber, ob ich das überhaupt will? Vielleicht reicht es mir ja, meine Zielgruppe mit Informationen zu versorgen? Wie sieht das im Kunst- und Kulturbereich aus? Genügt es, ein Publikum zu haben, dessen Stühle nach vorne ausgerichtet sind? Oder brauchen wir Communities, nicht nur, um die Besucherräume zu füllen, sondern um Kunst und Kultur den Stellenwert zu verschaffen, die sie eigentlich haben sollten?

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„Marketing management is now Tribal leadership“

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Paul Dunay liefert auf seinem Blog Marketing2.0 eine wie ich finde recht bedenkenswerte Beschreibung von Marketing:

„Marketing management is now Tribal leadership. Start doing things for people not to them. It’s an obligation and it up to you!“

Tribal leadership, damit bezieht er sich auf Seth Godin und sein Buch neues Tribes, in dem es um die Frage geht, wie man eine Community aufbaut. Dunay stellt fest, dass sich im Internet, z.B. in den Social Networks, schnell Menschen zusammen finden. Damit daraus eine Community wird, benötigt diese Ansammlung von Menschen einen Leader.

Was zeichnet so einen Leader aus? Dunay hat sich eine Präsentation Godins (wichtig: achten Sie auf die Anmerkungen (=notes), sonst sehen Sie nur jede Menge Fotos) angeschaut und die sieben wichtigsten Attribute zusammen gefasst:

  • Challenge – leaders challenge their tribe
  • Culture – leaders create a culture within the tribe
  • Curiosity – leaders open up a curiosity gap for outsiders
  • Charisma – being a leader gives you charisma
  • Communicate – leaders communicate
  • Connect – leaders connect others in the tribe
  • Commit – to the movement“

Vor allem die Fähigkeit andere Mitglieder der Community miteinander zu vernetzen, scheint mir wichtig zu sein. Es geht um Multilateralität, nicht um Bilateralität, wie ich ja schon an anderer Stelle geschrieben habe.

Und was erwarten die Mitglieder einer Community vom Leader?

  • Connect – they join to connect with others
  • Create Meaning – joining gives them purpose
  • Make a difference – joining allows them to make a difference
  • Be Noticed – they join to be noticed
  • Matter – they join because it matters to them“,

fasst Dunay die Folien von Godin zusammen. Ich muss gestehen, mir gefällt dieser Ansatz, Menschen für eine Sache (oder ein Produkt) zu gewinnen. Und es scheint zu funktionieren, man muss sich nur anschauen, welch große Anhängerschar Godin mittlerweile um sich schart. Die oben erwähnte Präsentation, mit der er sein Buch vorgestellt hat, ist in meinen Augen viel zu lang geraten. Und statt des Begriffs Zielgruppe nun vom Stamm („tribe“) zu sprechen, ist, wie Bernd Röthlingshöfer anmerkt, auch nicht gerade neu.

Lohnend ist es aber, sich mal einige Communities anzuschauen und daraufhin zu überprüfen, ob dort die oben aufgelisteten Punkte zum Tragen kommen. Analysieren Sie doch mal Ihre Communities im Hinblick auf die Attribute und arbeiten die wichtigsten Punkte, die den Erfolg oder Misserfolg ausmachen, heraus. Danach wissen Sie, warum Ihnen einen Community etwas bringt bzw. so unbefriedigend ist. Wie hat Paul Dunay geschrieben: „Start doing things for people not to them.“

PS: wenn Sie die Buchpräsentation von Seth Godin sehen wollen, hier geht es zum Video.

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Bloggen – und was kommt danach?

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Seit fast zwei Jahren gibt es jetzt dieses Blog. Mehr als 700 Beiträge, fast 100.000 Aufrufe (wäre es ein Buch, könnte man schon fast von einem Kulturmanagement-Bestseller sprechen :-) ), viele Kommentare, eine Bilanz, mit der ich sehr zufrieden bin. Kunst und Kultur sind mittlerweile in vielen Blogs ein Thema, egal ob es um Management, Marketing, Kommunikation oder um Kunst und Kultur selbst geht. Die Blogroll, die Sie hier rechts sehen, ist sichtbarer Beweis dafür, dass solche Themen im Internet angekommen sind.

Aber, so schreibt Nina Simon, deren Blog Museum 2.0 nur wenige Tage älter ist:

„But this blog is mostly push content. It’s very me-heavy and is not sufficient to support the energy in this community. I have met so many of you in the last year who are working on projects and new ideas and would really benefit from connecting to others in the loose „museum 2.0″ community who are thinking along the same lines. You send me emails (which is awesome and I want you to continue) but I also want you to have access to each other and all of your collective brilliance. I shouldn’t get to have all the fun.“

Nina Simons Blog ist natürlich viel größer, die Zahl ihrer LeserInnen auch, aber mir geht es ähnlich. Das Blog hier liefert Inhalte, was ok ist, aber nun heißt es nachdenken über den nächsten Schritt. Worum es geht, illustriert eine Zeichnung aus einem ihrer früheren Beiträge:

Platform Power

Eines meiner Ziele war und ist es, das Thema Kulturmanagement bzw. den Kunst- und Kulturbereich insgesamt zu pushen und so was wie Awareness dafür zu schaffen. Klar ist, dass ich das nie alleine schaffen kann, was aber  auch nicht nötig ist, denn es gibt ja unzählige Menschen, die auch an dieser Aufgabe arbeiten.

Um alle diese Menschen zusammen zu spannen, braucht es Plattformen. Die Entwicklung des Internets geht genau in diese Richtung. Erfolgreich sind nicht die, die Inhalte zur Verfügung stellen, sondern diejenigen, die die Plattformen dafür zur Verfügung stellen. Gelingt es einer Plattform, eine entsprechend große Zahl an Menschen anzuziehen, dann können wir von erfolgreichem Community-Building sprechen.

Mein Blog reicht da eigentlich nicht mehr aus. Warum? Weil aus dem Blog heraus hauptsächlich bilaterale Verbindungen resultieren. Das Ziel muss es aber sein, die BlogleserInnen untereinander auch zu verlinken, denn je ausgeprägter die Netzwerkverbindungen untereinander sind, desto stabiler wird das Netzwerk.

Leider bin ich kein so künstlerisches Talent, aber ich hoffe, die Grafik veranschaulicht, was ich meine. Reisst im ersten Fall die Verbindung zwischen A und B ab, ist sie gekappt und es ist unter Umständen schwer bzw. unmöglich, sie wieder zu etablieren. Im zweiten Fall gibt es noch C. Bricht die Verbindung zwischen A und B ab, ist es über C viel leichter möglich, diese Verbindung wieder herzustellen. Wenn Sie an Ihr eigenes Netzwerk denken, fallen Ihnen sicher viele Beispiele dafür ein.

Genau darum geht es mir im nächsten Schritt jetzt eigentlich, daher auch meine Frage, was nach dem Bloggen kommt? Das heißt nicht, dass ich jetzt damit aufhören werde, nein, ganz im Gegenteil. Ich betrachte so ein Blog als eine Art Knotenpunkt, an dem viele Fäden zusammen laufen können. Die Herausforderung besteht jetzt aber darin, diese Fäden untereinander zu verbinden.

Bestandteil dieses Netzwerks sind Sie als die LeserInnen dieses und anderer Blogs, die sich für Kunst und Kultur im weitesten Sinne interessieren und Ziele verfolgen, die Sie mit anderen gemeinsam haben. Klar ist, dass sich Ziele miteinander immer leichter erreichen lassen als alleine. Sie alle verfügen über Qalifikationen, Wissen und Erfahrungen, die, bringt man sie zusammen, einen immensen Mehrwert ergeben. Für mich stellt sich jetzt die Frage, welcher Modus dafür in Frage kommt?

Technisch gesehen ist die Sache einfach, irgendwo ein Forum oder eine Gruppe einzurichten ist schnell passiert. Nur heißt das ja noch lange nicht, dass Sie deshalb plötzlich beginnen, untereinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. Schauen Sie sich die diversen Xing-Gruppen an, die theoretisch genau dieses Ziel haben. Aber es funktioniert nicht.

Eine Voraussetzung dafür ist, denke ich, dass man sich gegenseitig vertraut. Grundvoraussetzung, um jemandem zu vertrauen, ist das Wissen, dass diese Person über entsprechende Kompetenzen verfügt. Diese Kompetenzen muss man kommunizieren, damit andere davon erfahren können und mir dann vertrauen. Dafür sind Blogs beispielsweise bestens geeignet.

Nina Simon hat, um eine Antwort auf diese Frage zu finden, eine eigene Website erstellt, auf der ihre LeserInnen und Mitglieder ihrer Community verschiedene Vorschläge machen und auch bewerten können. Schließlich kann sie diese Frage ja nicht alleine beantworten.

Was mich interessieren würde. Wie sehen Sie das? Ist das Thema Community überhaupt ein Thema für Sie? Haben Sie ein Interesse daran, diejenigen, die im gleichen Bereich wie Sie arbeiten, die hier mitlesen, mitkommentieren, was auch immer, kennen zu lernen? Gemeinsame Projekte zu entwickeln oder sich einfach nur auszutauschen bzw. kennen zu lernen?

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„Wenn Sie sich nicht vorstellen, fliegen Sie hier raus“

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Ja, so rauhe Sitten herrschen in manchen Foren. Ehe man sich versieht, steht man schon wieder vor der Türe. Auf dieses sehr anschauliche Beispiel bin ich bei Daniel Langwasser gestoßen, der sich auf seinem Blog Community-Management Gedanken über die stillen Mitleser gemacht hat.

Sein Blogpost hat mich nachdenklich gestimmt, denn die Gruppe derer, die sich still und passiv verhält, gibt es ja überall, nicht nur im virtuellen Raum. Ich denke, vor allem LehrerInnen kennen dieses Problem zu Genüge, wenn es darum geht Noten zu geben. Sich aktiv an Diskussionen zu beteiligen muss ja noch nicht unbedingt heißen, dass die Beiträge auch qualitativ wertvoll sind.

Fakt ist, dass es Menschen gibt, die eher extern referenzierend sind und sich dadurch sichtbarer in eine Gruppe einbringen als intern referenzierende Menschen, die sich sehr viel seltener zu Wort melden. Im Endeffekt haben wir es hier nur mit zwei verschiedenen Modi zu tun, wenn es darum geht, sich mit einem Thema zu beschäftigen. Die einen denken laut und lassen andere an ihren Gedanken teilhaben. Die anderen machen das mit sich aus und teilen dann ihre Schlussfolgerungen. Eine Bewertung im Sinne von gut oder schlecht ist da gar nicht möglich bzw. eigentlich auch nicht sinnvoll.

Zurück zu den stillen Mitlesern, die natürlich auf Blogs, Foren oder Communities immer wieder als Thema auftauchen. Daniel Langwasser stellt in seinem Blogpost fest, dass diese Menschen, auch Lurker genannt, von denen, die sich aktiv in einer Community engagieren, häufig geringgeschätzt werden. Meistens in einer Frustphase, wenn die MacherInnen das Gefühl haben, zu wenig Wertschätzung zu erfahren. Um aus diesen passiven aktive Mitglieder zu machen, werden Regeln aufgestellt, die alle zur aktiven Teilnahme verpflichten. Über die Sinnhaftigkeit solcher Ansätze müssen wir, denke ich, nicht diskutieren.

Ich muss gestehen, auch ich habe passive Mitglieder von Foren, Communities immer wieder mal voreilig als unsozial angesehen und ihnen ihre Passivität vorgeworfen. So a la „jetzt habe ich mir so viel Mühe gegeben, jetzt könnte er sich aber ruhig mal rühren“. Zwar habe ich das für mich behalten, aber die Gedanken waren da. Wenn man sich das aber mal durchdenkt, ist das völliger Unsinn. Insofern teile ich Langwassers Meinung, wenn er schreibt:

„Aber gerade diese stillen Mitleser machen die Beteiligung für die aktiven / schreibenden Mitglieder vielfach erst wirklich interessant, da ihre Beiträge von einem größeren Publikum wahrgenommen werden.“

So wie die KünstlerInnen ihr Publikum brauchen, möchte auch der Vielschreiber gelesen werden. Egal ob im Blog, im Forum oder sonstwo. Was wäre denn, wenn plötzlich alle auf mich reagieren würden? Wahrscheinlich wäre ich damit auch wieder nicht zufrieden und würde mich über den Stress beklagen. ;-)

Und noch einen Punkt sollten wir beachten: es ist ja nicht so, dass es Menschen gibt, die überall ihren Senf dazugeben müssen (auch wenn manchmal der Eindruck entsteht :-) ) und andere wiederum, die nie und nirgends etwas von sich geben. Wir müssen uns ja nur an die eigene Nase fassen. Wahrscheinlich haben Sie einerseits Ihre Räume (online und offline), in denen Sie sich aktiv einbringen. Andererseits werden Sie aber auch häufig in anderen Räumen eine passive Rolle einnehmen.

Wenn ich mir überlege, wie viele Blogs ich ohne zu kommentieren lese und in wie vielen Foren ich mich nie äußere, dann müsste ich schon des öfteren die rote Karte erhalten haben.

Halten wir fest, dass jede Gruppe, jede Community und auch jedes Blog auf der einen Seite diejenigen braucht, die aktiv Content beisteuern. Auf der anderen Seite muss es aber auch diejenigen geben, für die dieser Content produziert wird. Oft teilt man sie zahlenmäßig auf in 1% liefert regelmäßig Inhalte, 9 % gelegentlich, 90% nie. Über die Zahlen kann man jetzt streiten, aber die Größenordnungen sind klar, denke ich. Nun kann man daran arbeiten, dass die Zahl der aktiven Mitglieder ansteigt und vielleicht ein paar Prozent mehr beträgt. Aber umdrehen wird man das Verhältnis nicht können. Es wär wahrscheinlich auch unbefriedigend, denn dann wäre der Zuschauerraum zu klein und zu wenige würden zuhören.

Eine Community, die wachsen möchte, muss also auch zusehen, dass die Zahl der passiven Mitglieder zunimmt, dass so etwas wie ein Gleichgewicht entsteht.

Für mich heißt das auf das Weblog bezogen: ich freue mich natürlich weiter über viele Kommentare hier im Blog. Aber ich schätze all diejenigen, die sich nie äußern genauso wie die KommentarschreiberInnen. Und wenn eine stille MitleserIn aus ihrer Rolle schlüpft, dann heißt das, wenn die oben genannten Relationen stimmen: ich habe wieder 9 neue stille MitleserInnen gewonnen. ;-)

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Tote Hose im Forum

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Als ich vor ein paar Tagen den Beitrag „Wie baue ich eine Community auf?“ geschrieben habe, ging es mir nur um den groben Rahmen. Was ist aber, wenn ich nun ein Forum für „meine“ Community eingerichtet habe und keiner kommt? Um diese Frage geht es in Karin Janners Beitrag „Zum Austausch im Kulturbereich„. Karin stellt die (berechtigte) Frage, ob KulturmanagerInnen kein Interesse daran haben, sich auszutauschen und verweist auf das Forum von Kulturmanagement Network und die entsprechende Xing-Gruppe, in denen ja nicht unbedingt das Leben tobt, um es mal vorsichtig zu formulieren.

Ihr Beitrag hat eine sehr interessante Diskussion ausgelöst, die sich in den Kommentaren zu ihrem Beitrag verfolgen lässt. Besonders freut es mich, dass sich auch Dirk Heinze als einer der Gründer von Kulturmanagement Network dabei zu Wort gemeldet hat. Um dieses Forum mit seinen fast 22.000 registrierten UserInnen tut es mir besonders leid. 30 Beiträge innerhalb von ca. 15 Monaten sind wirklich ein trauriges Ergebnis. Woran liegt es?

Dirk Heinze nennt zwei Gründe, die für diesen Misserfolg verantwortlich sind. Zum einen glaubt er, dass die Gruppe der KulturmanagerInnen zu heterogen sei, um sich im Forum auszutauschen. Außerdem macht er die fehlende Lust am Online-Diskutieren dafür verantwortlich, dass aus den inhaltlichen Inputs, die von Seiten der Moderatoren gekommen sind, keine Diskussionen entstanden sind.

Ich sehe das etwas anders und möchte hier ein paar Punkte aufgreifen, die in meinen Augen wichtig für den Erfolg eines solchen Forums sind, in dem es um den Aufbau einer Community geht. Denn ich gehe davon aus, dass das eines der Ziele des Forums von Kulturmanagement Network ist.

Beginnen wir mit der Technik. Ein Forum ist heute schnell eingerichtet, was zur Folge hat, dass es natürlich auch jede Menge Foren und Communities gibt. Aber diese Verfügbarkeit ist auch eine Gefahr, denn sie führt dazu, dass man sich unter Umständen gar nicht so viele Gedanken macht, welches Tool am geeignetsten ist, Menschen anzuziehen und dazu zu bringen, Teil der Community zu werden.

Das Kulturmanagement Network stellt auf seiner Website ziemlich viele Inhalte zur Verfügung. Da gibt es oft interessante Themen, die zu diskutieren wären. Nur ist der Weg vom jeweiligen Text ins Forum sehr weit. In meinen Augen zu weit, daher habe ich dann auch hin und wieder die Themen einzelner Beiträge aufgegriffen und hier im Blog darüber geschrieben. Viel lieber hätte ich direkt unter dem Beitrag darüber diskutiert, denn der Weg vom Beitrag hierher ins Blog ist natürlich auch ziemlich weit. Ich behaupte, wenn es bei den Beiträgen eine Kommentarfunktion gäbe, würde dort sehr viel mehr Leben herrschen. Ich würde mir daher die Frage stellen, ob das Forum überhaupt das richtige Instrument ist?

Das richtige Instrument wofür? Richtig, was ist eigentlich das Ziel eines Forums? Es kann darum gehen,

  • Informationen auszutauschen,
  • Wissen zu generieren,
  • ein Netzwerk aufzubauen,
  • mir und meinem Unternehmen Reputation zu verschaffen,
  • mich und meine Firma zu bewerben oder einfach nur
  • ein möglichst gut besuchtes Forum zu schaffen.

Klar ist, dass es in der Regel nicht um ausschließlich eines dieser oder anderer Ziele geht, sondern ich wahrscheinlich mehrere Ziele damit verfolge. Trotzdem muss ich mir aber für jedes Ziel unter Umständen eine eigene Strategie überlegen. Bin ich nur Gastgeber oder Moderator, dann muss ich die Leute wie auf einer Party miteinander bekannt machen und die Voraussetzungen schaffen, dass sie ins Gespräch kommen. Als GastgeberIn von Parties oder sonstigen Veranstaltungen wissen Sie, wie das geht: Sie beginnen ein Gespräch und versuchen, andere einzubinden.

Was passiert dort dann? Manche Gespräche entwickeln sich, manche schlafen recht schnell wieder ein. Wenn am Ende alle sagen sollen, dass es ein tolles Fest war und sich alle gut und angeregt unterhalten haben, dann haben Sie als GastgeberIn dafür hart arbeiten müssen. Zeit und Geduld sind in dieser Hinsicht also zwei nicht zu unterschätzende (Erfolgs)-Faktoren.

Im Laufe Ihrer Gespräche werden Sie feststellen, dass auf Ihrer Party Menschen sind, mit denen es ganz leicht ist ins Gespräch zu kommen, während es mit anderen eher mühsam ist. Wenn jemand Ihre Themen schnell aufgreift, dann ist das nicht selbstverständlich. Solche Leute werden Sie hegen und pflegen und ihnen immer wieder dankbar sein, wenn sie Gespräche in Gang bringen bzw. sie in Gang halten.

In einer Community ist das ähnlich. Hier gibt es die „Influencer“ (mehr dazu hier und hier), die ich aufmerksam betreuen muss, damit sie mir nicht verloren gehen. Aber auch die anderen, mit denen es nicht so einfach ist, müssen Ihnen natürlich willkommen sein. Wie überall kommt es auch hier auf die richtige Mischung an.

Zurück zu Ihrer Party: Damit diese ein Erfolg werden kann, müssen Sie Leute einladen und schauen, dass auch wirklich alle kommen. Das gilt für ein Forum auch. Das Prinzip „If we build it, they will come“ funktioniert nicht. Eine Community aufzubauen heißt auch, Marketing zu betreiben. Laden Sie die Menschen ein, von denen Sie glauben, dass sie für Ihre Community interessant sind. Und kümmern Sie sich um die Influencer, um die, die Ihre Gesprächsangebote im Forum oder Netzwerk aufgreifen.

Das ist harte Arbeit und dauert, ich wiederhole mich, unter Umständen sehr lange. Zwei Beiträge zu schreiben und dann auf Leute zu warten, die darüber diskutieren, das ist eindeutig zu wenig. Versetzen wir uns doch mal in die Lage derer, die ich gerne in meiner Community hätte. Warum sollen die gerade in Ihrem Forum auf Ihren Input reagieren? Was haben die davon?

Um für mich selbst zu sprechen: ich habe gar nicht so viel Zeit, um auf alles zu reagieren, was da so an interessanten Dingen jeden Tag passiert. Warum sollte ich auch darauf reagieren? Die Person, die das Forum betreibt, verfolgt damit (hoffentlich) ein klares Ziel. Aber ich? Ich kann nicht überall nur aus Jux und Tollerei Debatten führen. Das muss zusammen passen.

Um ein letztes Mal auf die Party zurückzukommen. Wenn Sie als eingeladene Person merken, dass Sie nur eingeladen werden, weil Sie so gut Gespräche führen können, werden Sie verstimmt sein und unter Umständen weiteren Einladungen nicht mehr Folge leisten.

Vielleicht sehen Sie sich aber auch gar nicht als GastgeberIn eines Forums, sondern haben Interesse an einer Community, in der Inhalte entwickelt, Wissen generiert wird. Dann gehen Sie auf der inhaltlichen Ebene in der Community auf. Andererseits sind Sie aber immer noch für die Organisation, das Management verantwortlich. Sie werden vor allem am Anfang die Inhalte liefern müssen, denn erst wenn eine Vertrauensbasis hergestellt worden ist, werden die anderen Beiträge liefern.

Ein anderer Punkt ist in diesem Zusammenhang noch wichtig, vor allem wenn es darum geht, Wissen zu generieren: es muss klar sein, wohin die Reise geht, welche Visionen verfolgt werden. In meinen Augen ist hier Leadership gefragt. Natürlich wird die Community entscheiden, was für sie interessant ist und was nicht. Aber der reine Bottom-Up-Ansatz reicht nicht aus. Es muss der Rahmen geschaffen werden, für die Atmosphäre gesorgt werden, in der die Diskussionen aufkommen können. Wenn wir von einer Community sprechen, reden wir von dynamischen Prozessen.

Dabei geht es daher nicht um die Technik, sondern um die Menschen. Denn die und ihre Interessen und Erfahrungen stehen bei jeder Community im Vordergrund. Oder anders gesagt: sie sollten im Vordergrund stehen.

Je unterschiedlicher diese Erfahrungen sind, desto besser sind die Voraussetzungen für Gespräche. Desto größer sind aber auch die Chancen, dass daraus neue Ideen, neues Wissen entsteht. Insofern ist die Heterogenität, die Dirk Heinze für das Scheitern des Forums verantwortlich gemacht hat, in meinen Augen das größte Kapital, das eine Branche und in diesem Fall ein Forum haben kann. Heterogenität ist, Verzeihung wenn ich mich hier wiederhole, die Voraussetzung für Innovation.

Außerdem glaube ich auch nicht, dass KulturmanagerInnen keine Lust haben, online zu diskutieren. Das zeigt die Zahl der Kommentare zu Karins Beitrag. Das wird aber auch deutlich, wenn wir uns anschauen, wie es mittlerweile gelingt, Themen über mehrere Blogs hinweg zu diskutieren, denn auch Michael hat dieses Thema auf seinem Blog Moving Culture aufgegriffen.

Und wenn Sie jetzt Ihr eigenes Forum aufsetzen oder eine eigene Community gründen wollen, dann helfen Ihnen dabei vielleicht die „elf Tipps für eine erfolgreiche Community“, die ich in einem Beitrag der Internet World gefunden habe. Zu verdanken habe ich diese Entdeckung Jochen Krisch und seinem Blog Exciting Commerce. Er legt seinen LeserInnen übrigens das Interview mit Thomas Kaspar auf der zweiten Seite des PDF ans Herz.

Was mich interessieren würde: warum beteiligen Sie sich an einem Forum, einer Community oder einem Netzwerk?

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Hobnox: Kreatives von Kreativen für Kreative

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Das klingt spannend, was ich da via MoMB gefunden habe. Hobnox ist eine „Content-Publishing-Plattform von Kreativen für Kreative“, heißt es im „about“ auf deren Website. Was Hobnox genau ist, lässt sich gar nicht so einfach sagen.

Erstens finden sich auf der Website verschiedene themenorientierte Channels. Es gibt Musik zu sehen und zu hören, Interviews werden geführt, zum Beispiel mit Karl Lagerfeld, und unter dem Stichwort urbane Kultur beschäftigt sich ein Beitrag mit dem Fußball. Zuständig für die Inhalte dieser Web TV-Beiträge sind eigene Redakteure.

Der zweite Bereich nennt sich „Stage“ und bietet die Bühne für redaktionell produzierte Videos. Darüber hinaus können hier aber auch die Hobnox-Mitglieder ihre eigenen Werke präsentieren, heißt es auf der Website. Gefunden habe ich hier vor allem Vorträge, Berichte und Musik.

Nicht ganz klar ist für mich, wann ein redaktioneller Beitrag (sprich ein Video) im Channel- oder im Stage-Bereich erscheint. Manche (?) tauchen auch in beiden Bereichen auf.

Interessant ist der Community-Bereich, in dem sich die UserInnen treffen, miteinander kommunizieren, aber sich auch für gemeinsame Projekte zusammentun können.

„In den Projekten könnt ihr dann gemeinsam an Musik und Videos arbeiten und eure Fortschritte untereinander austauschen“,

schreiben die Macher von Hobnox. Für diese Zusammenarbeit steht neben einer eigenen Profilseite mit Noxtools eine „Softwaresuite für Musik- und Videoproduktion im Internet“ zur Verfügung, die derzeit aus einem Audio- und einem Live-Tool besteht. Beide Tools können kostenlos genutzt werden, eine dann kostenpflichtige Version mit zusätzlichen Features soll später dazu kommen.

Da sind also ziemlich viele Ideen und Tools zu einer „Online-Entertainment und Rich Media Publishing Plattform“ zusammengefasst worden, die „Web-TV, moderne Community-Infrastrukturen und neue Technologien“ verbindet.

Ziel ist es,

„kreatives Schaffen in allen Formen und Farben zu fördern, zu präsentieren, Urheberrechte zu schützen und für faire Vermarktungsstrukturen zu sorgen.“

Wenn das alles so aufgeht, dann ist das eine tolle Sache. Ich würde natürlich gerne wissen, wie diese „fairen“ Vermarktungsstrukturen aussehen, schließlich ist das der entscheidene Punkt. Bis jetzt habe ich Hinweise auf Premiumangebote und Werbung entdeckt.

Interessant finde ich, dass einerseits eine Redaktion Beiträge für die Plattform erstellt und andererseits die UserInnen ihre eigenen Inhalte online stellen können. Hier die richtige Mischung zu finden, neue Ideen einfließen zu lassen und gleichzeitig auf die Qualität zu achten, das stelle ich mir gar nicht so einfach vor.

Ich habe mir beim Durchklicken die Frage gestellt, ob da nicht zu viele Dinge in eine Plattform verpackt worden sind? Die Gefahr besteht meiner Meinung nach, aber auf der anderen Seite sind Heterogenität und Vielfalt die idealen Voraussetzungen für kreative und innovative Projekte und Produkte. Ich bin gespannt.

Update: Ich habe drei Einladungen für Hobnox. Bei Interesse einfach unten einen Kommentar schreiben.