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wemakeit startet in Österreich: ist Crowdfunding das neue Marketing?

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Für die meisten geht es beim Thema Crowdfunding nur um die Frage, wie sie das Geld zusammen bekommen, das sie für ihr nächstes Projekt benötigen. Aber ist das wirklich schon alles? Eröffnen sich hier nicht ganz neue Möglichkeiten, die Finanzierung eines Vorhabens im Kunst- und Kulturbereich mit dessen Bewerbung zu verknüpfen, so wie ich das vor ein paar Tagen schon in einem Blogbeitrag zu skizzieren versucht habe?

Wie sehen das die Crowdfundingplattformen? Verändert sich das Crowdfunding und wenn ja, was bedeutet das für die InitiatorInnen von Crowdfundingkampagnen und natürlich auch für die Plattformen selbst? Den gerade erfolgten Österreich-Start der in der Schweiz gegründeten Plattform wemakeit habe ich zum Anlass genommen, der Österreich-Chefin Simone Mathys-Parnreiter ein paar Fragen zu stellen.

Simone Mathys-Parnreiter

© Miguel Dieterich

Kulturmanagement Blog: Ihr seid gerade in Österreich an den Start, lohnt sich das in so einem kleinen Land wie Österreich überhaupt?

Simone Mathys-Parnreiter: Natürlich. Es hat sich für uns auch in der Schweiz gelohnt und die ist ja bekanntlich deutlich kleiner. Österreich ist für uns sehr spannend: Es gibt viele sehr aktive Szenen, in denen es brodelt und zugleich ist Crowdfunding erst im Kommen. Ausserdem gibt es generell noch Entwicklungspotential in die thematische Tiefe, abgesehen von der geografischen Breite: Wie, wofür und von wem Crowdfunding genutzt werden kann. Zum Beispiel für Regionalentwicklung, am Land, als Markttest für etablierte Player, als Teil von Social-Business-Strategien etc.

Kulturmanagement Blog: Für viele ist Crowdfunding einfach eine neue Möglichkeit, die eigenen Projekte im Kunst- und Kulturbereich zu finanzieren. Statistisch gesehen ist die Aussicht auf Erfolg auch gar nicht so schlecht. Wie siehst Du die weitere Entwicklung? Wird es zukünftig schwerer werden, auf diesem Weg Projekte zu finanzieren oder können wir weiterhin davon ausgehen, dass mehr als die Hälfte der Vorhaben das finanzielle Ziel erreicht?

Simone Mathys-Parnreiter: Was sich ändern wird, ist der Neuigkeitswert von Crowdfunding an sich. Derzeit hat man je nach Bereich, in dem man tätig ist, schon nur mal deswegen Aufmerksamkeit für eine Kampagne, weil Crowdfunding noch relativ neu ist. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem Crowdfunding eine gewissen Selbstverständlichkeit haben wird, für die Projekte wie für die Crowds – als Finanzierungsmöglichkeit, Vorverkauf, Markttest oder Partizipationsmodell. Daran werden sich die Projekte in Sachen Storytelling und Kommunikation anpassen müssen. Für stark auf Breitenwirksamkeit ausgelegte Projekte mag es enger werden, dafür werden sich die Crowds stärker daran gewöhnt haben, auf diesem Weg an Kulturprojekten zu partizipieren. Und direkte Kommunikation mit der eigenen Zielgruppe wird sich stärker als Must Do etablieren. Ich denke, dass sich dies unterm Strich nicht groß auf die Erfolgsquoten auswirken wird. Übrigens: Bei uns auf wemakeit erreichen im Schnitt 70% der Projekte ihr Ziel.

Kulturmanagement Blog: Vor allem kleinere Kulturbetriebe tun sich schwer Sponsoren zu gewinnen. Ist das Crowdfunding für diese eine lohnende Alternative oder lassen sich vielleicht sogar beide Instrumente verbinden? Ich denke dabei an Eure Kooperation mit dem Schweizer Unternehmen Swisscom.

Simone Mathys-Parnreiter: Beides – und es gibt auch noch ein drittes Szenario: Dass man Sponsoren leichter bekommt, wenn man mit einer erfolgreichen Crowdfunding-Kamapgne bewiesen hat, dass man ein interessiertes Publikum hat und vermag, dieses zu aktivieren. Das ist das, was Sponsoren interessiert – ihr „Reward“ ist schließlich meist Werbepräsenz.

Verbindungen von Crowdfunding und Sponsoring sind auf verschiedene Arten interessant. Zum Beispiel für Sachsponsoring von Rewards für Kampagnen, gerade derzeit, wo Sachunterstützung leichter zu bekommen ist als Geld. Dann gibt das Modell, Sponsoring und über Crowdfunding erwirtschaftete Gelder zusammenspielen zu lassen – wie bei unserer Kooperation mit der Swisscom in der Schweiz, dem Swisscom Music Booster: Die Swisscom hat einen Fördertopf für junge Schweizer Bands zur Verfügung gestellt und vergeben werden die Gelder über Kampagnen auf wemakeit. Sobald diese Kampagnen 30% ihres Finanzierungszieles erreicht haben, legt die Swisscom die nächsten 30% drauf (wenn der Betrag auch nach oben gedeckelt ist). Die letzten 40% müssen die Bands wieder selbst erfunden. So ist für die Swisscom sichergestellt, dass sie nur Bands unterstützen, die tatsächlich „dahinter“ sind und Publikum haben und dass sie als Sponsoren werbewirksam präsent sind. Letzteres können wir auf wemakeit mit einem eigenen Channel für den Music Booster sicherstellen.

Kulturmanagement Blog: Wer beim Crowdfunding erfolgreich sein möchte, darf mit der Bewerbung nicht warten, bis das Projekt fertig ist, sondern muss schon frühzeitig auf sich aufmerksam machen. Welche Auswirkungen hat das auf das Marketing von Kulturbetrieben?

Simone Mathys-Parnreiter: Positive. Bei Crowdfunding reicht es nicht, nach Fertigstellung eines wie auch immer gelagerten Projektes die breite Kommunikationskanone anzuwerfen (Pressemitteilungen, Flyer, Plakate etc.). Die Crowd – das Zielpublikum, die Menschen, für welche diese Kulturangebote da sein sollen – müssen früher in konzeptuelle Überlegungen und in die Kommunikation einbezogen werden. Das heisst, dass man nicht im Elfenbeinturm dahinwerkeln kann, sondern sich für seine Zielgruppe interessieren muss: sie wahrnehmen, ernst nehmen und einladen. Für mich heisst das zum Beispiel – was manche Institutionen machen, andere aber nicht – Vermittlung nicht als nachgelagertes To Do zu sehen, sondern konzeptuell von Anfang an mitzudenken. Wenn Crowdfunding ein Incentive für all das ist, ist das grossartig.

Kulturmanagement Blog: Was bedeutet das für die Plattformen? Müssen die den Schritt hin zum Marketing auch mitgehen und was könnte das im Hinblick auf deren Angebote bedeuten? Werden aus Anbietern wie wemakeit oder all den anderen Anbietern Marketingplattformen?

Simone Mathys-Parnreiter: Ja und nein. Marketing durch die Plattformen selbst halte ich nur für bedingt sinnvoll. Mit generischer Massenkommunikation ist es im Crowdfunding nicht getan. Jedes Projekt hat eine andere Crowd, die eine andere Sprache spricht und so persönlich wie möglich erreicht werden soll.

Ich kann mir vorstellen, dass Plattformen beginnen werden, Kommunikationsunterstützung als Zusatzleistungen anzubieten. Es gibt einen hohen Bedarf bei den Projekten und viel Know-How bei den Plattformen, das ist sozusagen aufgelegt. Wir unterstützen bei wemakeit ja persönlich bei der Planung der Kampagne, können aber dennoch nicht so weit gehen, wie etwa eine Agentur, die faktisch die Kampagne mit den Leuten gemeinsam macht. Hier wird sicherlich auch in Österreich ein Sekundärmarkt für Dienstleistungen rund um Crowdfunding heranwachsen und bestehende Kommunikationsagenturen werden das verstärkt in ihre Portfolios aufnehmen.

Kulturmanagement Blog: Hast Du für all diejenigen, die gerade ihre erste Kampagne planen, einen Tipp, was sie unbedingt vermeiden sollten?

Simone Mathys-Parnreiter: Nabelschau und glauben, dass Kommunikation ein Selbstläufer ist. Und als positiven Tipp: Love your crowd!

Kulturmanagement Blog: Danke für Deine Antworten! ;-)

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Toursupport für freie Theatergruppen [Kulturförderung]

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Im Rampenlicht
© Rainer Sturm / Pixelio

Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bm:ukk) unterstützt in diesem Jahr zum ersten Mal „Gastspiele professioneller freier Theatergruppen“, die über kein eigenes Haus verfügen. Das Ziel dieser Maßnahme ist, so heißt es in der Ankündigung,

„die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die künstlerische Tätigkeit von AutorInnen, KomponistInnen, ChoreographInnen und Theaterschaffender in Österreich“.

Wie viel Geld in diesem Fördertopf liegt und um welche Beträge eine freie Theatergruppe ansuchen kann, steht leider nicht in der Ankündigung. Dort heißt es lediglich, dass sich „die Höhe der Förderung (..) nach dem Produktionsumfang und der Anzahl der Aufführungen (richtet)“, auch das Antragsformular hilft da nicht weiter.

Eben dieses Antragsformular muss man bis zum 8. März ausgefüllt und per Post an das bm:ukk (Abteilung V/2, Minoritenplatz 5, 1014 Wien) schicken und dann darauf hoffen, dass es eine Zusage gibt. Neben dem Formular werden noch

  • eine Projektbeschreibung (plus Angaben zu früheren Theaterproduktionen),
  • eine DVD der Produktion (so vorhanden) beziehungsweise der Link zur Website,
  • Kalkulation und Finanzplan,
  • die geplanten Termine sowie
  • die Absichtserklärungen der Veranstalter

verlangt. Wichtig ist: Die AntragstellerInnen müssen seit mindestens drei Jahren ihre künstlerische Tätigkeit professionell in Österreich ausüben und die Produktion muss nach der Premiere noch in mindestens zwei weiteren Bundesländern jeweils zweimal aufgeführt werden.

Alle weiteren Infos, die Förderbedingungen sowie das Antragsformular finden Sie hier.

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Treffpunkt KulturManagement: Kulturpolitik in Österreich oder „die Macht der Beharrungskräfte“.

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Wenn Österreich sich gerne als Kulturnation präsentiert und bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf die künstlerischen und kulturellen Glanzlichter der Vergangenheit verweist, dann bietet es sich an, sich am österreichischen Nationalfeiertag mit der österreichischen Kulturpolitik zu beschäftigen. Wir freuen uns, mit Michael Wimmer, dem Geschäftsführer von Educult, einem „unabhängigen Institut für für Forschung, Beratung und Management in Kultur und Bildung“, beim nächsten Treffpunkt KulturManagement am 26. Oktober von 9 bis 10 Uhr einen ausgewiesenen Experten der österreichischen Kulturpolitik begrüßen zu dürfen.

Der Musikerzieher und Politikwissenschaftler hat erst vor wenigen Wochen mit „Kultur und Demokratie“ ein Werk vorgelegt, das sich eingehend mit der österreichischen Kulturpolitik beschäftigt (siehe dazu meine Rezension) und sehr präzise deren Defizite herausarbeitet. In einer Zusammenfassung seiner Buches konstatiert Wimmer,

„dass die wesentlichen kulturpolitischen Inhalte bis heute ihre Referenz in einer kulturellen Norm finden, die sich als Ausdruck imperialer Herrschaft in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts herausgebildet hat.“

Wimmer beschreibt in seinem Buch ein kulturpolitisches System, das die Veränderungen des politischen Systems unbeschadet überstanden hat. Daraus resultiert der Titel unseres 17. Treffpunkt KulturManagement „Kultur und nationale Identitätsbildung in Österreich: oder warum sich der österreichische Kulturbetrieb so schwer tut, in der Demokratie anzukommen“, zu dem ich Sie ganz herzlich einladen möchte. Wir wollen die Diskussion über die Herausforderungen einer zukünftigen Kulturpolitik nicht ganz auf Österreich beschränken und richten diese Einladung deshalb auch an alle diejenigen, die nicht aus Österreich kommen, sich aber für Kulturpolitik interessieren.

Der Treffpunkt KulturManagement ist ein gemeinsames Onlineformat von Projektkompetenz.eu, Kulturmanagement Network und der stARTconference. Die Teilnahme ist kostenlos, die Installation einer Software nicht notwendig. Es ist zwar kein Nachteil, wenn Sie über eine Webcam und ein Headset verfügen, aber da die Adobe Connect-Plattform, die wir für diese Veranstaltung nutzen, über einen gut funktionierenden Chat verfügt, reicht es, am Mittwoch einfach diesen Link anzuklicken und dabei zu sein.

Wenn Sie sich über die bisherigen Veranstaltungen informieren wollen, können Sie das in unserem Treffpunkt KulturManagement-Wiki tun, dort finden Sie die Aufzeichnungen der bisherigen Online-Veranstaltungen. Der Treffpunkt KulturManagement ist darüber hinaus auch auf Facebook vertreten und wenn Sie schon vorab wissen wollen, wer alles dabei sein wird, dann können Sie im bereits angelegten Event nachsehen und sich auch gleich selbst dort registrieren.

Hier noch einmal die wichtigsten Infos:

Treffpunkt KulturManagement
Termin: 26.10.2011 von 9:00 bis 10:00
Thema: „Kultur und nationale Identitätsbildung in Österreich: oder warum sich der österreichische Kulturbetrieb so schwer tut, in der Demokratie anzukommen“
Impulsvortrag: Dr. Michael Wimmer

Zugang: http://proj.emea.acrobat.com/treffpunktkulturmanagement

Update: Auf Kulturmanagement Network ist ein Nachbericht zu dieser Veranstaltung erschienen, die Aufzeichnung ist hier zu finden.

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„Kultur und Demokratie“ (Rezension)

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In der Vorbereitung auf diesen Beitrag habe ich unter anderem bei Google nach  der „Zukunft der Kulturpolitik“ gesucht und interessanterweise tauchen auf der ersten Seite der Trefferliste mehrheitlich Verweise auf Artikel, Veranstaltungshinweise, etc. auf, die sich bezüglich der Zukunft von Kulturpolitik eher skeptisch äußern. So stellte sich etwa Martin Wassermair schon vor drei Jahren die Frage, ob sich über Kulturpolitik „in Zeiten ihrer Selbstauflösung“ überhaupt diskutieren lasse? Eine traurige Geschichte, wenn andererseits immer wieder die Bedeutung von Kunst und Kultur für unsere Gesellschaft betont wird.

Ich selbst habe in der Vergangenheit immer wieder die Visionslosigkeit der Kulturpolitik kritisiert und die Frage gestellt, ob es Kulturpolitik überhaupt noch gebe? Nachdem ich das neue Buch von Michael Wimmer, Kultur und Demokratie. Eine systematische Darstellung von Kulturpolitik in Österreich (Affiliate Link) gelesen habe, weiß ich, dass es sie gibt. Man muss nicht unbedingt zufrieden sein mit ihr, aber sie existiert, was die Grundvoraussetzung für Veränderung ist.

Was aber versteckt sich hinter dem Begriff Kulturpolitik eigentlich. Wer sich auf Wikipedia informiert, ahnt schon, dass die Beschäftigung damit nicht so ganz einfach ist. Wimmer verweist gleich zu Beginn seines Buches auf ein Dilemma, denn die Kunst versuche sich einerseits der Politisierung zu entziehen und sei andererseits in der Praxis auf diese angewiesen. Heraus kommt

„eine Art spätromantisches Mäzenatentum, dessen einziges Interesse darauf gerichtet ist, dass es Kunst gibt.“ (S.15)

Auch wenn es oft so scheinen mag, aber die Autonomie der Kunst stellt noch kein kulturpolitisches Programm dar und es bleibt die Frage, welche Interessen denn in der Kulturpolitik durchgesetzt werden sollen? Zuvor skizziert Wimmer aber die gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte und macht deutlich, dass sich auch die Kunst letzten Endes nicht gegen die fortschreitende Ökonomisierung aller unserer Lebensbereiche wehren  konnte und wir heute Abschied genommen haben von der Idee, Kulturpolitik könne auch als Gesellschaftspolitik verstanden werden.

Aber noch eine zweite Entwicklung verändert die Rahmenbedingungen: die wachsende Ethnisierung des Sozialen:

„Je mehr sich die ökonomischen Konkurrenzverhältnisse zwischen den Menschen verschärfen, desto eher würden ethnische und damit auch kulturelle Differenzen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft als Ab- bzw. Ausgrenzungskriterium (…) ins Treffen geführt,“ (S.24)

beruft sich Wimmer auf den Politikwissenschaftler Christoph Butterwege. Die Kulturalisierung des Sozialen führt dazu, dass unterschiedliche Kulturen eher als Kampfplatz denn als Hort von Innovation gesehen werden.

Natürlich kommt man in einem solchen Buch nicht umhin, den Begriff der Kultur zu definieren. Wimmer geht hier sehr geschickt vor und beschreibt „lediglich“ die Spannungsfelder (Zivilisation, Bildung, Religion, etc.), in denen sich „Kultur“ bewegt. Zur Sprache kommt dabei (natürlich) auch die Beziehung der beiden Bereiche Kunst und Kultur. Wimmer konstatiert, dass wir nicht nur umgangssprachlich, sondern auch im kulturpolitischen Fachdiskurs dazu neigen, beide Begriffe synonym zu verwenden. Dass dem nicht immer so war, zeigt Wimmer am Beispiel Gottfried Benns, der sich vehement dagegen aussprach, die Kunst als repräsentative Ausdrucksform von Kultur zu verstehen.

Ähnlich schwierig stellt sich die Annäherung an den Begriff Kulturpolitik dar. Wimmer sieht eine enge Verknüpfung zwischen den jeweiligen politischen Systemen und ihren kulturellen Ausformungen. Die Beobachtung Friedrich Schillers, dass es der Kunst immer dann gut ging, wenn es den Menschen schlecht ging, oder, wie es Wimmer formuliert,

„dieses offenkundige Auseinanderklaffen zwischen demokratischen Errungenschaften und institutionellem Niedergang des Kulturbetriebs“ (S.87)

veranlasst ihn dazu, sich das Verhältnis der verschiedenen politischen Modelle zu ihrem Kulturbetrieb genauer anzuschauen und zwischen einem liberalen, einem wohlfahrstaatlichen, einem republikanischen und einem ästhetischen Verständnis zu unterscheiden. Die historische Entwicklung hat dazu geführt, dass wir es heute, wenn wir die institutionelle Basis von Kulturpolitik betrachten, mit unterschiedlichen Modellen zu tun haben. Den meisten von uns sind das zentralistische und das föderalistische Modell wohl bekannt, während das außerdem von Michael Wimmer beschriebenen para-staatliche Modell, das Modell des staatlichen Kulturunternehmers sowie das transnationale Kooperationsmodell eher selten genannt werden.

Aus den unterschiedlichen Modellen ergibt sich auch ein unterschiedliches Instrumentarium, um staatliche Kulturpolitik betreiben zu können. Die Republik Österreich zum Beispiel verfügt über Sammlungsbestände der vormaligen Herrscherhäuser, kümmert sich aber nicht nur um die Pflege und den Erhalt dieser Sammlungen, sondern tritt auch aktiv als Käuferin von Kunstwerken auf. Diesen akquisitiven stehen restriktive Maßnahmen gegenüber, in denen bestimmten, als schädlich betrachteten Entwicklungen wie zum Beispiel dem Wiener Aktionismus der Kampf angesagt wurde.

Ausgestattet mit diesem Wissen folgt man dem Autor gerne in Richtung österreichischer Kulturpolitik. Welche historischen Wurzeln hat sie, wie ist die Kunst- und Kulturverwaltung organisiert und welche Größe weist das Budget für diesen Bereich auf? Darauf aufbauend bietet der Autor dann eine eingehende Analyse des „Politikfeldes Kulturpolitik in Österreich“, wie er das siebte Kapitel des gut 400 Seiten dicken Buches überschrieben hat. Wimmer konzentriert sich dabei auf die Rahmenbedingungen (polity), Prozesse und Verfahren (politics) und die politischen Inhalte (policy).

Vor allem der letzte Punkt hat mir oft überraschende Einblicke in die Konzepte und inhaltlichen Vorstellungen derer, die in den letzten Jahrzehnten die österreichische Kulturpolitik bestimmt haben, gewährt. Für Wimmer stehen hinter der österreichischen Kulturpolitik bestimmte Ansprüche, die ideologisch unterlegt sind und völlig unterschiedliche Auswirkungen auf die kulturpolitische Praxis haben. Wimmer unterscheidet dabei zwischen folgenden Ansätzen:

  • dem konservativen Anspruch: dahinter verbirgt sich der Wunsch, eine „durch den Kulturbetrieb repräsentierte kulturimperiale Sonderrolle Österreichs“ zu bewahren, die auf der einstigen Größe des Landes aufbaut.
  • dem demokratiepolitischen Anspruch: Kulturpolitik als ein Instrument zur „Harmonisierung der Gesellschaft“, dieser Glaube trieb vor allem die Regierung unter Bruno Kreisky an.
  • dem kultur- bzw. gesellschaftsliberalen Anspruch: den KünstlerInnen und Intellektuellen kommt eine wichtige gesellschaftliche Bedeutung zu; sie sind es, die Diskurse führen und die gesellschaftliche Entwicklung auch über ihr Kunstschaffen vorantreiben.
  • dem wirtschaftsliberalen Anspruch: wirtschaftliche Argumente gewinnen an  Bedeutung, die Entwicklung geht in Richtung Kulturwirtschaftspolitik, das Ergebnis ist eine Ökonomisierung des Bereiches.
  • dem nationalen Anspruch: Kunst und Kultur als Instrumente, um sich gegenüber dem Fremden abzugrenzen und der damit verbundene Versuch, kulturelle Unterschiede zum Austragen sozialer und gesellschaftlicher Konflikte zu nutzen.
  • dem integrativen Anspruch: die Idee einer Kulturpolitik, „die darauf abzielt, staatlicherseits eine Gleichwertigkeit kultureller Ausdrucksformen in einer ausdifferenzierten, demokratisch verfassten Gesellschaft herzustellen“. (S.307)

Hat man dieses Buch durchgelesen, sind die Defizite der österreichischen Kulturpolitik offensichtlich. Aber das Wissen um die Ursachen dieser Defizite können der Ausgangspunkt für die so dringend benötigten Veränderungen im österreichischen Kunst- und Kulturbereich sein. Michael Wimmer hat nicht nur in seinem Buch, sondern auch in einem eigenen Text Empfehlungen ausgesprochen, über die es sich zu diskutieren lohnt. Als Anstoß zur Diskussion hat er sein Buch auch verstanden. Das Zeug dazu hat es, es lohnt sich, das Buch zu lesen. Fragt sich, ob jemand da ist, der es diskutieren möchte?

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Stiftungen: in Österreich regiert der Eigennutz

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„Stiftungen haben eine lange Tradition“ heißt es im entsprechenden Eintrag auf Wikipedia, der zeigt, welch vielfältige Ziele Stiftungen verfolgen können. In der jüngeren Vergangenheit haben Stiftungen sich vermehrt dadurch hervorgetan, gesellschaftliche Entwicklungen anzustoßen bzw. voranzutreiben. Dies geschieht in den verschiedensten Bereichen, zu denen natürlich auch der von Kunst und Kultur gehört. So gibt es in Deutschland beispielsweise die Körber-Stiftung, die über ein Stiftungsvermögen von 510 Mio. Euro verfügt und jedes Jahr ca. 15 Mio. für die operative Arbeit zur Verfügung stellt. Das Geld fließt unter anderem in den Bereich Junge Kultur, denn, so heißt es auf der Website:

„Kunst ist einer der wichtigen Impulsgeber unserer Gesellschaft. Mit ihrem kulturellen Engagement ermöglicht die Körber-Stiftung die Begegnung mit kreativen Utopien und fördert den Austausch zwischen Künstlern und Publikum.“

In der Schweiz kennen viele wahrscheinlich das Migros-Kulturprozent, eine Idee, die auf den Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler zurückgeht und die Genossenschaft verpflichtet, Institutionen und Projekte unter anderem im Kunst- und Kulturbereich finanziell zu unterstützen.

Macht man sich in Österreich auf die Suche nach dem entsprechenden Pendant, dann wird man leider nicht fündig. Ganz im Gegensatz zu den beiden erstgenannten Ländern, in denen Stiftungen sich für gesellschaftliche Ziele einsetzen, sind die Stiftungen in Österreich eher eigennützig. Weniger als zehn Prozent der Stiftungen sind gemeinnützig, heißt es in einem vor kurzem veröffentlichten Working Paper, das im Rahmen des an der Wirtschaftsuniversität angesiedelten Forschungsprojektes „Stiftungen in Österreich“ von den drei AutorInnen Michael Meyer, Hanna Schneider, Reinhard Millner veröffentlicht worden ist.

Während also, so haben die AutorInnen herausgefunden, in Deutschland von den rund 17.000 Stiftungen etwa 95% gemeinnützig sind, ist die Situation in Österreich fast umgekehrt: hier sind von 3.141 Privatstiftungen lediglich 210 gemeinnützig.  Dank eines sehr stifterfreundlichen Umfelds werden in Deutschland 15 bis 20 Mrd. Euro von den Stiftungen ausgeschüttet und in Initiativen und Projekte gesteckt. Ganz anders die Situation in Österreich:

„Durch das gemeinnützige Engagement von Privatstiftungen werden jährlich Projekte und Initiativen in der Höhe zwischen 10 und 40 Millionen Euro gefördert. Umgerechnet pro Kopf (der österreichischen Wohnbevölkerung) sind das zwischen 1 und 5 Euro pro Jahr,“

heißt es im Executive Summary auf Seite 3 (in der Schweiz sind es übrigens 850 Mio. Euro, die ausgeschüttet werden) . Den 1 bis 5 Euro Pro Person stehen in Deutschland 180 bis 230 Euro pro Person gegenüber, eine in anderen europäischen Ländern durchaus übliche Summe.

Warum das so ist?

„Restriktiv empfundene steuerliche Regelungen, die bisher vernachlässigte mediale Thematisierung, eine geringe Anzahl an Vorzeigebeispielen, mangelnde Transparenz im Stiftungssektor sowie ein Selbstverständnis, dass soziale Agenden vom Staat wahrgenommen werden, sind zentrale Hemmfaktoren,“

heißt es in dem Working Paper weiter. Liest man sich die insgesamt 29 Seiten durch, dann erfährt man, dass die Stiftungsgelder in Österreich vor allem in die Bereiche Bildung, soziale Dienstleistungen und Kultur fließen. Kultur, das bedeutet aber auch oft, dass sich der Stifter eine eigene Kunstsammlung finanziert, insofern profitiert der Kunst- und Kulturbereich nur indirekt von diesen Geldern.

In Österreich herrscht also der Eigennutz vor, wenn man sich die Stiftungen ansieht. Aber, so konstatiert Der Standard in seinem Artikel über das Working Paper, auch das Spendenaufkommen fällt in Österreich eher bescheiden aus:

„Den 295 Mio. Euro an Privatspenden stehen 522 Mio. der Schweizer und 4,3 Mrd. der Deutschen gegenüber.“

In Österreich redet man sich also gerne auf den Staat raus. Sich auf den zu verlassen, geschieht aber auf eigenes Risiko.

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Workshops für die aktuelle Bewerbungsrunde des EU-Kulturförderprogramms

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Sowohl der deutsche als auch der österreichische Cultural Contact Point (CCP) bieten anlässlich der am 1. Oktober zu Ende gehenden diesjährigen Bewerbungsfrist für das EU-Kulturförderprogramm (Infos zum Programm und die Formulare sind auf der Seite der Exekutivagentur zu finden) Workshops an, um Interessierte bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen zu unterstützen.

Der Cultural Contact Deutschland veranstaltet am 2. September von 12 bis 16 Uhr in Bonn ein Seminar, bei der Mareike Rauchel und Sabine Bornemann über die Förderangebote der Europäischen Union informieren. Die Teilnahmekosten betragen 40 Euro, alle weiteren Infos sind in der Rubrik Termine zu finden.

In Wien ist das Angebot nicht nur konkreter auf die aktuelle Ausschreibung ausgerichtet, sondern kostet darüber hinaus auch nichts.

„Wie ist der Antrag richtig einzureichen? Was macht einen guten Antrag aus? Auf welche Punkte sind besonders zu achten? Welche Kosten sind förderfähig und wie erstellt man den Budgetplan? Antworten auf diese und viele weitere Fragen sollen im Workshop für AntragstellerInnen des Cultural Contact Point Austria gefunden werden,“

heißt es in der Einladung zu den Workshops, die am Freitag, den 16. Juli von 10 bis 14:30 und am 31. August zur gleichen Zeit in Wien angeboten werden und sich speziell an die richten, die gerade dabei sind, einen Antrag zu stellen. Alle Infos und eine Anmeldemöglichkeit entnehmen Sie bitte der Einladung.

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Förderungen für den Musikbereich

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Heute werde ich am Zentrum für zeitgenössische Musik der Donau-Universität Krems im Rahmen des Studiengangs Musikmanagement zum Thema Förderungen vortragen dürfen. Nachdem die TeilnehmerInnen aus Deutschland, der Schweiz und aus Österreich kommen, habe ich mir die Förderlandschaft in allen drei Ländern angesehen. Fakt ist: es gibt eine Unzahl von Förderungen und zwar für den gesamten Musikbereich, egal ob Klassik oder Pop.

Was brauchen MusikerInnen aber eigentlich für Unterstützung? Zu dieser Frage habe ich eine ganz interessante Diplomarbeit entdeckt, die in der Schweiz entstanden und von Stava Stanisic verfasst ist. Die Arbeit befasst sich mit der „Musikförderung in der Schweiz“ und analysiert nicht nur die verschiedenen Förderinstrumente, sondern sie enthält auch eine Befragung, welche Förderinstrumente die MusikerInnen ihrer Meinung nach benötigen. Die Ergebnisse sind recht aufschlussreich und zeigen, vereinfacht gesagt, dass die Förderinstrumente in der Schweiz ingesamt gesehen recht gut auf die Bedürfnisse der Branche eingehen. Schade, dass es solche Arbeiten nicht für Deutschland und Österreich gibt. Zumindest bin ich nicht fündig geworden.

In allen drei Ländern gibt es aber Seiten, die die Informationen für den Musikbereich zu bündeln versuchen. Empfehlen kann ich für Österreich die Seite des music information center austria (mica), für die Schweiz die Seite kulturfoerderung.ch und für Deutschland die Seite des Deutschen Musikinformationszentrums (MIZ).

Wichtiger als die einzelnen Förderprogramme vorzustellen ist es meiner Meinung nach, zu zeigen, wie und wo man an die Informationen über die Förderprogramme kommt und worauf man achten sollte, wenn man irgendwo um Förderungen ansucht. Wenn es Sie interessiert, hier sind die Folien, mit denen ich mich heute beschäftigen werde:

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„Selbstständig – Unselbstständig – Erwerbslos“: Infobroschüre für KünstlerInnen und andere prekär Tätige (Österreich)

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„Arbeitslosigkeit und der Weg zum Arbeitsamt (jetzt Arbeitsmarktservice/AMS) sind schon lange ein fester Bestandteil jener Lebensbiografien, die durch unterschiedliche, kurzfristig wechselnde Beschäftigungen geprägt sind. Kunstschaffende sind durch die spezifische Struktur ihrer Arbeitsbedingungen immer schon eine zentrale Klientel in diesem Spektrum – allerdings wird es immer schwieriger für sie, die Voraussetzungen für einen Bezug von Arbeitslosengeld zu erfüllen“,

heißt es in der Ankündigung dieser vom Kulturrat Österreich herausgegebenen Broschüre, dessen Ziel es ist, aufzuklären und zu informieren. Geklärt wird in dieser Broschüre unter anderem, was wir eigentlich unter dem Begriff Arbeitslosigkeit verstehen und wie die Betreuung von KünstlerInnen in der Arbeitslosigkeit gelöst ist.

Abgeschlossen wird diese Broschüre mit einem vom Kultururat Österreich erarbeiteten Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Arbeitslosenversicherung. Darin  wird unter anderem gefordert, Arbeitslosigkeit anders zu definieren. Wohl wahr.

Eine sehr lesenswerte und hilfreiche Broschüre…

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Österreich: Trainee-Stipendium für KulturarbeiterInnen im Bereich Kulturmanagement

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Wie in so vielen anderen Branchen lohnt sich auch im Kunst- und Kulturbereich der Blick über den Tellerrand. Wie wird ein Theater in den USA geführt, wie sind Kulturzentren in Deutschland oder Bulgarien organisiert? Wer mit solchen Kenntnissen und Erfahrungen ausgestattet ist, kann davon in seiner täglichen Arbeit profitieren. Nur: wie lassen sich solche Erfahrungen machen? Wie findet man einen entsprechenden Arbeitsplatz?

„Internationale Erfahrungen und professionelle Managementkenntnisse werden immer mehr zur Schlüsselqualifikation für eine erfolgreiche Arbeit im Kunst- und Kulturbereich“,

heißt es auf der Website des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Um diese Schlüsselqualifikation erwerben zu können, vergibt das Ministerium zwölf Trainee-Plätze. Das Angebot richtet sich an KulturarbeiterInnen im Kunst und Kulturbereich, konkret an MitarbeiterInnen regionaler Kulturinitiativen sowie AbsolventenInnen von Kulturmanagementlehrgängen.

Unter der Voraussetzung einer erfolgreichen Bewerbung arbeiten Sie dann drei bis sechs Monate in einer internationalen Kulturinstitution und werden in dieser Zeit finanziell unterstützt. Hier sind die wichtigsten Fakten:

Wer kann sich bewerben? Angesprochen sind KulturarbeiterInnen, deren Arbeits- und Lebensmittelpunkt in Österreich liegt, d.h. die Vergabe ist nicht an die Staatsbürgerschaft gebunden. Sie sollten eine einschlägige Ausbildung hinter sich haben (z.B. den erwähnten Kulturmanagementlehrgang) oder über entsprechende Berufserfahrungen verfügen. Beides zu haben, ist laut Bewerbungsformular kein Schaden. Sie sollten mindestens eine Fremdsprache fließend sprechen, sich weiterbilden wollen und bereit sein, Ihre als Trainee gesammelten Erfahrungen in eine österreichische Kultureinrichtung einzubringen (so man Sie lässt ;-) ).

Wie sieht die Unterstützung aus? Übernommen werden Ihre Reisekosten (zum Traineeplatz und retour), außerdem erhalten Sie einen Beitrag zu den Lebenshaltungskosten, der – abhängig vom Land – zwischen 1.500 und 1.850 Euro beträgt. Wird Ihnen eine kostenlose Wohnmöglichkeit zur Verfügung gestellt, reduziert sich der Betrag. Selbst aufkommen müssen Sie für Ihre Versicherungen (z.B. Krankenversicherung) sowie für Visagebühren (so die anfallen).

Wie bewerben Sie sich? Sie müssen Ihre Bewerbung bis spätestens 31. Januar 2010 (Datum des Poststempels) an das BMUKK gerichtet haben, die genaue Adresse finden Sie in der Ausschreibung bzw. im Bewerbungsformular. Dort erfahren Sie auch, welche Unterlagen Sie Ihrer Bewerbung beilegen müssen.

Innerhalb eines Monats entscheidet die Jury dann, wer ein solches Stipendium erhält, der Start des Traineeprojektes erfolgt nach Vereinbarung und dauert zwischen drei und sechs Monaten.

Wo werden Traineeplätze angeboten? Die Bandbreite der Kulturinstitutionen, die im Bewerbungsformular aufgelistet bzw. vorgestellt werden, ist beachtlich. Unter anderem sind dort zu finden:

In meinen Augen ist das eines der interessantesten Weiterbildungsangebote im Bereich Kulturmanagement und wenn Sie in Österreich leben und arbeiten, sollten Sie sich diese Chance nicht entgehen lassen. Klar, es werden nur 12 Plätze vergeben, aber warum sollten Sie nicht zu den Glücklichen gehören? Ich drücke Ihnen die Daumen.

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Kulturförderungen in Österreich (Update)

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Vor mehr als zweieinhalb Jahren habe ich in einem Beitrag die Fördermöglichkeiten für den Kunst- und Kulturbereich in Österreich auf Bundes- und Landesebene zusammengefasst. Zeit, diese Infos zu überarbeiten und die Links zu aktualisieren.

Wer auf der Bundesebene um Förderungen ansuchen möchte, startet am besten auf der Website des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. In diesem Ministerium ist die Kunstsektion angesiedelt, über die zahlreiche Förderungen vergeben werden. Im Förderungskatalog sind dort alle Programme und Maßnahmen aufgelistet.

Wichtig: Förderungen im Bereich der Museen sind in der Kultursektion angesiedelt, Infos dazu gibt es hier.

Weiterhin im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten oder kurz gesagt im Außenministerium ist die Auslandskultur zu finden. Interessant ist hier der Aktionsplan, in dem es heißt, dass das operative Budget mittelfristig erhöht werden soll. Standardisierte Antragsverfahren gibt es dort nicht.

Zu den Bundesländern:

Auch hier gilt: wenn Sie einen toten Link entdecken, informieren Sie mich bitte. Entweder per Email oder einfach in einem kurzen Kommentar.