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Strukturierte Themensuche für das eigene Weblog (Teil III)

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Bis jetzt habe ich in den ersten beiden Teilen dieser Serie über Weblogs, RSS-Reader und Social Bookmarking-Dienste geschrieben. Im dritten und letzten Teil stelle ich mit Twitter eine weitere wichtige Informationsquelle vor.

Interessante Informationen, Links, etc. finde ich dort auf unterschiedliche Art und Weise:

Ich folge interessanten Leuten

und bekomme dadurch die Inhalte ihrer Nachrichten (Tweets) mit. Wichtig dabei ist: ich beschränke mich dabei nicht auf Leute aus dem Kunst- und Kulturbereich. Auch ich twittere nicht nur über Kunst und Kultur, sondern schneide durchaus andere Themen an. Je breiter das Themensprektrum, desto interessanter die Infos. Derzeit folge ich 824 Personen oder Institutionen, d.h. der Nachrichtenfluss ist ein recht großer.

Ich nutze die integrierte Suchmaschine…

Auch das ist eine ganz interessante Möglichkeit, um an Informationen heranzukommen. Je allgemeiner oder populärer der Begriff, desto größer die Zahl der Ergebnisse. Auf der anderen Seite kann die Suche nach sehr speziellen Begriffen natürlich auch ergebnislos verlaufen.

In so einem Fall kann man resigniert den Kopf schütteln und die Suche aufgeben. Man kann aber auch ganz bestimmte Begriffe in Twitter aufbauen. Gehören sie nicht zum gängigen Twitter-Vokabular, dann ist das eine interessante Sache, um sich eine dementsprechende Präsenz zu schaffen. Suchen Sie z.B. mal auf Twitter nach den Begriffen Kulturmarketing oder Kulturmanagement. Sie werden sehen, es sind fast immer die gleichen, die diese beiden Begriffe verwenden und oftmals mit einem Hashtag (sieht so aus: #) versehen. Auch hier gibt es mit hashtags eine eigene Seite, auf der Sie sehen können, welche Hashtags aktuell besonders beliebt sind und ob sich Trends erkennen lassen. Klar, dass Sie dort auch nach Begriffen 8 in dem Fall Hashtags) suchen können.

…oder ich nutze Twitter-Tools

Solche Tools gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ganz interessant ist z.B. monitter. Ihnen stehen insgesamt drei Spalten zur Verfügung, in die Sie jeweils einen Suchbegriff eingeben können. Tweets, die den Suchbegriff enthalten, werden in Echtzeit auf Ihrem Bildschirm angezeigt. Sind es Begriffe, die derzeit aktuell sind, werden Sie wahrscheinlich mit dem Lesen gar nicht nachkommen. Sind es seltenere Begriffe, dann ist dieses Tool sehr hilfreich (nur der schwarze Bildschirmhintergrund ist nicht wirklich fein).

Um Twittertrends erkennen zu können, ist Twitscoop ganz nützlich. Aber Ihnen muss klar sein, hier geht es dann um aktuelle Strömungen und damit um den Mainstream.

FriendFeed: die Twitter-Alternative?

FriendFeed (hier geht es zur aktuellen Beta-Version) ist im Vergleich mit Twitter eigentlich das viel interessantere Tool. Hier finde ich häufig interessante Informationen, weil FriendFeed unter anderem auch als Aggregator verwendet werden kann. In meinem FriendFeed-Account beispielsweise laufen meine Blogbeiträge, die Twitter-Nachrichten und meine Bookmarks bei Delicious und Diigo zusammen. Sie erhalten also die zusammengefassten Infos aus vier verschiedenen Kanälen. Ich bekomme also von anderen UserInnen deren Nachrichtenstrom mit und das in Echtzeit. Das Video zeigt recht gut, welche Möglichkeiten FriendFeed (beta) bietet:

und zu guter Letzt: die Printmedien

Für mich sind die Printmedien nach wie vor eine sehr wichtige Nachrichtenquelle. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um die Tagesaktualität, sondern im Hinblick auf mein Blog eher um ausgefallene Themen, die nicht unbedingt im Newsbereich zu finden sind. Theoretisch lassen sich natürlich die Online-Ausgaben der diversen Tageszeitungen auch per RSS abonnieren, aber ich schätze es nach wie vor, eine Tages- bzw. Wochenzeitung in die Hand nehmen zu können.


© tommyS; Pixelio

Damit bin ich am Ende meines Berichts über die verschiedenen Informationsquellen und deren Nutzung. Natürlich kommen dann noch die diversen Newsletter dazu oder auch Emails, die einem Freunde oder Kollegen schicken. Aber ich denke, da wissen Sie genau so gut wie ich Bescheid.

Wenn Sie aber noch weitere interessante Nachrichtenquellen oder Tools kennen, würde ich mich über einen Kommentar freuen, damit nicht nur ich, sondern auch die LeserInnen davon profitieren.

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Strukturierte Themensuche für das eigene Weblog (Teil II)

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Im ersten Teil dieser kleinen Serie hatte ich geschrieben, dass für mich Weblogs die wichtigste Ressource sind, um neue Themen zu entdecken oder auch nach zusätzlichen Informationen zu einem Thema zu suchen. Wie ich versucht habe zu zeigen, kann man mit einer gewissen Systematik jede Menge interessante Themen bzw. Blogposts entdecken, die ja dann nicht nur Stoff für die eigenen Blogbeiträge abgeben, sondern hoffentlich auch für die tägliche Arbeit, also das, was nach den Blogposts kommt, von Interesse sind.

Wie wichtig Social Bookmarking-Dienste für die Erstellung von Blogbeiträgen sind, habe ich bereits erwähnt. Aber auch als Recherche-Tool sind sie natürlich eine feine Sache. Warum? Ähnlich wie bei den Favoriten oder den Lesezeichen, die wir im eigenen Browser abspeichern (bzw. abgespeichert haben, ich verwende das Browser-eigene Angebot nicht mehr), kommen dort nur Seiten rein, die so wertvoll sind, dass wir sie nicht aus dem Blickfeld verlieren wollen. Das heißt, die Qualität der Suchergebnisse ist bei den Social Bookmarking-Diensten höher als bei Google & Co..

Welcher Social Boomarking Dienst ist der richtige?

Ich hatte im ersten Teil schon geschrieben, dass ich Mister Wong, Delicious und Diigo einsetze. Letzteres Angebot nutze ich vor allem für die Archivierung und Aufbereitung von Inhalten, aber eher seltener für die Recherche. Das liegt daran, dass die Benutzerzahlen von Diigo nicht so hoch sind und daher der Output quantitativ geringer ist. Allerdings muss das kein Nachteil sein, denn wer fängt wirklich was mit 5.000 Treffern zu einem Suchbegriff an?

Ein Vorteil von Diigo sind thematisch ausgerichtete Gruppen. Ich habe dort einige wenige Gruppen abonniert, die inhaltlich für mich interessant sind und erhalte die dort – von anderen oder von mir – abgespeicherten Bookmarks einmal täglich als Email Alert. Diese Mail gehe ich dann durch, speichere interessante Bookmarks auch bei mir persönlich ab und kann die Nachricht dann löschen. Das kostet mich täglich maximal fünf Minuten und damit ist das Thema Diigo beendet.

Wer international arbeitet und sich dementsprechend auch für z.B. englischsprachige Seiten im Internet interessiert, kommt um Delicious, denke ich, nicht herum. Bei diesem Social Bookmarking Dienst habe ich mir für knapp zehn Schlüsselbegriffe eigene Feeds eingerichtet, denn es macht ja keinen Sinn, ständig wieder von vorne zu beginnen. Dass man für die jeweiligen Begriffe eigene Feeds einrichten kann, erkennen Sie in der Adressleiste oben in Ihrem Browser.

Das orangefarbene Icon ist immer der Hinweis darauf, dass Ihnen RSS zur Verfügung steht. Mit einem Feedreader Ihrer Wahl (z.B. mit dem gestern vorgestellten Sage Add-on) können Sie dann die einzelnen Suchbegriffe abonnieren.

Social Boomarking next level

Bei Delicious haben Sie aber noch eine andere Möglichkeit, an für Sie wertvolle Informationen heranzukommen. Delicious bietet nämlich sogenannte Netzwerkverbindungen mit anderen UserInnen des Dienstes an. Innerhalb des eigenen Netzwerks können nun Links empfohlen werden.

Das ist eine sehr praktische und hilfreiche Sache, die nicht viel Zeit beansprucht, vor allem wenn man die Toolbar installiert hat (Mister Wong, Diigo und Delicious bieten jeweils eine eigene Toolbar an, die über die Website runtergeladen und in den eigenen Browser integriert werden kann) und einzelne Seiten mit einem Mausklick „bookmarken“ kann.

Bei Delicious sieht das dann so aus:

Wenn Sie sich die Grafik anschauen, dann sehen Sie im unteren Teil verschiedene Kategorien von Schlagworten, aus denen Sie die für Sie passenden auswählen. Einfach anklicken und das Schlagwort taucht in der Tag-Zeile auf. Interessant sind, um an das Thema Networking anzuschließen, die „Network Tags“. Dahinter verstecken sich die TeilnehmerInnen Ihres Netzwerks.

Angenommen, Sie haben eine Seite entdeckt, die nicht nur für Sie interessant ist, sondern auch für jemanden aus Ihrem Netzwerk, dann müssen Sie nur aus der Liste der Network Tags die jeweilige Person anklicken und diese erhält dann eine Nachricht, dass Sie ihr ein Lesezeichen geschickt haben, das sie dann, so sie will, ebenfalls abspeichern kann. Hier arbeiten wir also mit der klassischen Empfehlung, was bedeutet, dass man sein Netzwerk auch (halbwegs) kennen muss, sonst kann man keine Bookmark-Empfehlungen aussprechen. Wichtig ist auch: verwenden Sie einen Username, der aussagekräftig ist, also z.B. den Nachnamen. Es ist nämlich sonst nicht leicht, sich zu merken, wer hinter einem username steckt. Und ohne dieses Wissen verschicke ich in der Regel keine Empfehlungen.

Wer gibt, der bekommt auch und daher ist dieser Ansatz von Ihrem eigenen Engagement abhängig. Wenn Sie andere nie auf interessante Seiten hinweisen, können Sie nicht erwarten, dass andere an Sie denken.

Mister Wong arbeitet so wie Diigo mit Gruppen und verwendet statt des Netzwerks die sogenannten Buddys. Deren Bookmarks kann man folgen, indem man die Seite Buddys anklickt und dort die letzten 30 Lesezeichen von ihnen aufgelistet erhält. Auch diese Seite lässt sich wieder per RSS abonnieren und hilft einem dabei, nichts zu verpassen.

Sie sehen also, auch bei den Social Bookmarking Diensten lässt sich einiges systematisieren. Aber natürlich ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit über den Tellerrand zu schauen und sich einfach „treiben“ zu lassen. In 30 Minuten lassen sich viele neue und interessante Themen und Inhalte finden. Probieren Sie es einfach mal aus.

Im dritten und letzten Teil erfahren Sie dann, wie ich Twitter für die Recherche einsetze und welche Quellen ich sonst noch anzapfe.

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Strukturierte Themensuche für das eigene Weblog (Teil I)

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Immer wieder werde ich gefragt, wie ich es schaffe, fast täglich neue Inhalte für das Kulturmanagement Weblog zu finden. Aus heutiger Sicht kann ich sagen, dass es eigentlich ganz einfach ist, aber zugegeben: man muss im Laufe der Zeit darauf kommen, welches System für einen selbst geeignet ist und welches eher nicht.

Weblogs stehen an erster Stelle

Die wichtigste Informationsquelle sind für mich Weblogs. Dass ich nun nicht jeden Tag auf allen interessanten Blogseiten vorbeischaue, habe ich schon des öfteren geschrieben. Dafür reicht die Zeit nicht. Zum Glück kann man Blogs aber per RSS abonnieren und ganz bequem mit Hilfe von RSS-Readern lesen.

Ich mache das mit Hilfe des Sage Add-ons für den Firefox Browser. Darin abonniere ich alle Weblogs, die mir interessant zu sein scheinen, derzeit sind das etwas mehr als 400. Nun werden Sie zu Recht anmerken, dass es unmöglich ist, jeden Tag 400 Blogs auf interessante Inhalte zu durchforsten. Stimmt, aber der RSS-Reader unterstützt einen dabei, den Überblick zu behalten.

Einmal installiert finden Sie Sage in der linken Spalte Ihres Browserfensters.Im oberen der beiden Fenster sind die Blogs aufgelistet, unten die Beiträge des jeweils angesteuerten Blogs. Grundsätzlich bedeutet die fettgedruckte Schritt: noch nicht gelesen bzw. neu. Sie sehen also im oberen Fenster, dass es da noch ein paar Blogs gibt, die für mich neue Inhalte haben. Im konkreten Fall habe ich jetzt das Blog Community Guy von Jake McKee angeklickt und sehe dann im unteren Teil der linken Spalte, welche Beiträge ich noch nicht angeschaut habe.

Müsste ich nun alle ungelesenen Beiträge einzeln anklicken, um herauszufinden, ob sie lesenswert sind oder nicht, wäre das eine langwierige Geschichte. Glücklicherweise stellen die RSS-Reader die Beiträge sehr übersichtlich im großen Fensterausschnitt zusammen und erlauben mir, einen kurzen Blick darauf zu werfen. Auf diese Weise wissen Sie sehr schnell, ob ein Beitrag für Sie interessant ist oder nicht.

Anmerkung: stellen Sie bitte Ihr Blog so ein, dass im RSS-Reader die Beiträge in voller Länge angezeigt werden und nicht nur ein 5-zeiliger Teaser. Das erhöht zwar unter Umständen die Klickzahlen, ist aber ein schlechter Service und führt bei mir dazu, dass ich im Zweifelsfall dann ein Blogpost nicht anschaue, sondern als gelesen markiere.

Ist kein Beitrag für mich dabei, kann ich alle Blogposts als gelesen markieren und mich dem nächsten Blog widmen. Das geht, so man nicht fündig wird, dann recht schnell.

Wohin mit einem interessanten Beitrag?

Finde ich einen Beitrag interessant, wird er per Bookmark erfasst. Ich nutze mit Mister Wong, Delicious und Diigo insgesamt drei Social Bookmarking Dienste. Für die Erfassung interessanter Themen für mein Blog verwende ich aber hauptsächlich Diigo. Diigo hat den Vorteil, dass ich dort die Beiträge gleich markieren und mit Kommentaren versehen kann. Nehmen wir als Beispiel das gestrige Blogpost über Partizipation. Als Quelle diente mir der Artikel „Participatory online cultural projects“ von Jemma Bowman. Ich habe ihn abgespeichert und dann im nächsten Schritt gleich weiterverarbeitet, indem ich die wichtigsten Stellen hervorgehoben habe. Das sieht dann so aus:

Sie sehen, der Text ist einerseits gelb hervorgehoben, andererseits blau. Gelb ist die einfache Textmarkierung, hinter der blau unterlegten Textstelle verbirgt sich ein Kommentar. In dem Fall habe ich mir nur die Übersetzung der Phrase notiert (so lernt man nebenbei auch noch Englisch :-) )

Ist ein Text so aufbereitet, geht es in der Regel schnell, daraus ein Blogpost zu machen. Wichtig ist auch, dass man die Blogposts, so man sie abspeichert, mit Schlagworten versieht. Generell habe ich mir angewöhnt, Blogposts, die für mein Blog interessant sein könnten, mit dem Tag „myweblog“ zu versehen und dann noch mit inhaltlichen Tags wie Fundraising, Marketing, etc. zu ergänzen.

Außerdem habe ich mir angewöhnt, auch per Tag festzuhalten, um welches Format es sich handelt. Das Format kennzeichne ich mit einem vorangestellten „=“ (übrigens eine Idee, die ich mal in einem Blogpost gefunden habe). Handelt es sich z.B. um eine Studie, versehe ich die mit dem Schlagwort „=studie“. Bin ich nun beispielsweise auf der Suche nach einer Studie, die ich in meinem Blog vorstellen möchte, muss ich nur unter der Schlagwortkombination „myweblog“ und „=studie“ suchen. In der Auflistung, die ich dann erhalte, kann ich nun noch eine inhaltliche Auswahl treffen. Dank Schlagworten wie „marketing“, „fundraising“ oder „projektmanagement“ ist das schnell passiert.

In Kombination mit Backlinks auf mein Weblog, die mich darüber informieren, wenn sich ein anderes Blog auf Beiträge von mir bezieht, habe ich auf diese Weise einen sehr guten Überblick über die Blogosphäre. Während manche versuchen, die Blogs in ihrem RSS-Reader zu kategorisieren, habe ich nur eine alphabetische Ordnung. Das ist sicher nicht jedermanns Sache, aber für mich passt das so.

Viele „säubern“ ihren RSS-Reader in regelmäßigen Abständen und werfen Blogs raus, die ihnen nicht mehr gefallen oder in denen kaum Beiträge veröffentlicht werden. Ich mache das zwar auch, allerdings dauert das bei mir, weil ich ja im Reader erkennen kann, ob ein neuer Beitrag erschienen ist oder nicht. Wichtig ist, das man sein eigenes System findet, mit dem man gut arbeiten kann bzw. das einen gut bei der eigenen Arbeit unterstützt. Alles andere ist uninteressant.

Im nächsten Teil gehe ich dann auf eine weitere wichtige Informationsquelle ein, die Social Bookmarking-Dienste.

Lesetipp:

Strukturierte Themensuche für das eigene Weblog (Teil II)

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Ein Blog aus der Ballettszene

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Bis jetzt halten sich die großen Kultureinrichtungen noch ziemlich zurück, wenn es um das Thema Weblogs geht. Umso erfreulicher ist es, dass im Staatsballett Berlin gleich die stellvertretende Intendantin und Betriebsdirektorin Christiane Theobald ein eigenes Blog betreibt.

In ihrem aktuellen Blogpost „Caravaggio: ein Ballett voller Licht und Schatten“ spicht Theobald ein ganz interessantes Thema an, die unterschiedliche Beurteilung einer, in diesem Fall Choreographie durch die KritikerInnen und durch das Publikum. Anscheinend ist auch in dieser Kunstsparte die Zeit vorbei, in der die KritikerInnen über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Woran orientiert sich das Publikum aber dann? Gibt es auch hier Kommunikationskanäle, über die Empfehlungen ausgesprochen werden? Aufschlussreich ist es, wie sich die KünstlerInnen mit dieser Diskrepanz beschäftigen. Das sind genau die Momente, wo ein Blog wertvolle Inneneinsichten liefern kann und nicht die Kultureinrichtung, sondern die KünstlerInnen im Vordergrund stehen.

Zurück zum Blog. Schade finde ich, dass das Blog keine Infos über die Autorin enthält. Die About-Seite weist meist die höchsten Zugriffszahlen auf, weil die LeserInnen einfach wissen wollen, mit wem sie es zu tun haben. An ganz anderer Stelle wird man dann zwar fündig, aber vielleicht kommt die About-Seite ja demnächst noch. ;-) Über die geringe Beitragsfrequenz will ich jetzt nicht klagen, schließlich hat man in einer solchen Führungsposition auch anderes zu tun als Blogbeiträge zu schreiben. Aber schön, dass es dieses Blog gibt.

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Ein neues Blog: die Ideenbörse für das Kulturmarketing

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Gute Ideen, die die BesucherInnen einer Kultureinrichtung dazu veranlassen, sie weiterzuempfehlen, darum ging es vor etwa sechs Wochen hier im Blog. In den Kommentaren zu den zwei Blogposts fand sich der Vorschlag, doch eine Ideenbörse einzurichten, in der solche Ideen gesammelt werden. Der Vorschlag stieß auf Interesse und so ging es recht schnell los. Mit dabei waren Karin Janner, Jörn Bochert, Norbert Hayduk und Christoph F. Mathiak. Anfang Oktober begannen wir damit, uns ein Layout zu suchen und die ersten Beiträge zu schreiben.

So sieht das Blog aus, mittlerweile befinden sich bereits knapp zwanzig Beiträge darin, es lohnt sich also, mal einen Blick hineinzuwerfen. Einfach das Bild anklicken, dann landen Sie an der richtigen Stelle.

In diesem Blog geht es uns darum,

„Beispiele und Ideen zu sammeln, die zeigen, wie nett, sympathisch und kundenorientiert Kunst- und Kultureinrichtungen, aber auch KünstlerInnen  sind bzw. sein können. Nicht die künstlerische Leistung steht dabei im Vordergrund, sondern das Drumherum.“

Das können ganz einfache Dinge sein, aber natürlich auch etwas komplexere.

„Unser Ziel ist es, dass Kulturbetriebe nicht nur in künstlerischer Hinsicht, sondern eben auch durch kreative, witzige oder einfach nur nette Dienstleistungen auf sich aufmerksam machen und ihr Publikum dazu bringen, das Angebot weiter zu empfehlen.“

Die Ideen, die Sie dort im Blog finden, können Sie entweder eins zu eins übernehmen oder Sie ändern sie so ab, dass es für Sie bzw. Ihre Kultureinrichtung passt. Wenn Sie eine der Vorschläge aus dem Blog aufgreifen, wäre es nett, wenn Sie uns darüber berichten und, falls es die Idee zulässt, auch ein paar Fotos schicken.

Im Idealfall kommen die Ideen aber nicht nur von uns, die wir da bis jetzt Beiträge geschrieben haben sondern auch von Ihnen. Vielleicht erinnern Sie sich an eine Veranstaltung, bei der Ihnen etwas besonders gut gefallen hat und wollen den Veranstalter weiterempfehlen?  Oder Sie haben eine gute Idee, einen Wunsch, etwas, was Sie bis jetzt immer vermisst haben. Dann schreiben Sie mir am besten eine Mail und Sie bekommen die Zugangsdaten von mir geschickt. Oder Sie schicken mir einen Text und wir stellen ihn dann online. Mit Namen und Link, wie es sich halt so gehört. :-)

Wenn Sie jede Menge Ideen haben und nicht nur einmal, sondern vielleicht zweimal oder noch öfters etwas schreiben wollen, dann würden wir uns freuen, wenn Sie einfach zum Team dazustoßen. Unsere Idee ist es nämlich, dass aus diesem kleinen Team eine große Gruppe wird, die Kultureinrichtungen dazu anregt, gute Ideen zu kreieren oder auszuprobieren, um mehr BesucherInnen zu gewinnen. Also keine Hemmungen, Sie müssen auch nicht so viel schreiben wie ich. :-)

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Wissensmanagement: Weblogs in Projekten einsetzen

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Vor ein paar Wochen sind mir mal wieder die Dokumente und Emails eines EU-Projektes untergekommen, das knapp drei Jahre lief und Anfang 2005 abgeschlossen wurde. Ich bilde mir ein, alle Dateien halbwegs vernünftig eingeordnet zu haben, aber ehrlich gesagt fällt es mir schwer, mich heute darin zurecht zu finden. Das liegt einerseits an der Vielzahl der Dateien, andererseits aber auch an der Ordnerstruktur, mit der ich heute, ein paar Jahre später, nicht mehr sehr viel anfangen kann. Das heißt: es ist relativ mühsam, etwas Bestimmtes zu finden.

Schon ein paar Mal habe ich von der Idee gehört, ein Projekt mit einem Weblog zu begleiten. Ein eigener Versuch von mir ist nicht wirklich erfolgreich verlaufen und Erfolgsgeschichten von anderen haben mich nicht erreicht. Wie ist das nun also mit Projektweblogs?

Auf der Suche nach Erkenntnissen bin ich auf die Literaturliste des KoopTech Blogs gestoßen. Klasse Arbeit, die Christiane Schulzki-Haddouti dort geleistet hat. Für mich ist das eine wahre Fundgrube (thematisch orientiert sich die Literaturliste am Weblog, das von „Kooperative(n) Technologien in der sozial-medialen Revolution“ handelt) und daher sage ich erst einmal danke dafür.

Zurück zum Thema Projektweblogs. In ihrer Liste bin ich auf den Artikel “ Gemeinsam geführte Projektweblogs aus der Sicht eines kontextorientierten Wissensbegriffs“ von Markus Gloetzel gestoßen, der den Einsatz von Weblogs in Projekten untersucht hat und darin von seinen Ergebnissen berichtet.

Gloetzel erläutert zu Beginn die Unterschiede zwischen Daten, Informationen und Wissen aus systemtheoretischer Sicht. Daten (in Form von Zahlen, Sprache oder Bildern) seien beobachtungsabhängig, schreibt er und folgert daraus, dass sie nicht an sich existieren würden, sondern erst durch Beobachtung entstehen.

Aus den Daten werden dann Informationen, wenn wir sie mit einer Bedeutung versehen und wir ihnen Relevanz zuschreiben. „Sie werden“ , erläutert Gloetzel, „für dieses beobachtende System zu Informationen, weil es über Kriterien verfügt, die ihm die Zuschreibung von Relevanz ermöglichen“. Verfügen zwei Systeme nicht über die gleichen Relevanzkriterien, ist, so folgert Gloetzel, ein Informationsaustausch zwischen diesen zwei unterschiedlichen Systemen nicht möglich.

Bindet man die Informationen im nächsten Schritt in vorhandene Erfahrungsmuster ein, entsteht Wissen. Gloetzel unterscheidet dabei zwischen implizitem und explizitem Wissen:

„Implizites Wissen ist zum Beispiel Wissen im Sinne von Knowhow und Fertigkeiten, es basiert auf Erfahrung und Praxis (…) [und] muss seinem Träger nicht unbedingt bewusst sein. Explizites Wissen ist dagegen formuliertes oder dokumentiertes Wissen. Der Wissende weiß von seinem Wissen und kann darüber sprechen.“

Daraus resultieren vier verschiedene Formen der Wissensumwandlung:

  1. „Sozialisation (Weitergabe von implizitem Wissen),
  2. Externalisierung (implizites Wissen wird expliziert),
  3. Internalisierung (explizites Wissen wird implizit)
  4. Kombination (von explizitem Wissen, das Ergebnis ist ebenfalls explizites Wissen …).“

Soll Wissen weitergegeben werden, bedarf es gemeinsamer Erfahrungen. An dieser Stelle setzt Gloetzel mit seiner Untersuchung an, wenn er sich die Frage stellt, ob Weblogs im Rahmen eines Projektes dazu beitragen können, einen gemeinsamen Erfahrungshintergrund zu schaffen und dem Projektteam zu einem Mehr an Wissen zu verhelfen?

Empirisch untersucht hat er das anhand zweier Projekte, die an der Universität Oldenburg durchgeführt wurden und von jeweils einem Projektweblog begleitet wurden. Das Projektweblog wurde von den ProjektmitarbeiterInnen mit Inhalten gefüllt, um den Fortgang des Projektes zu dokumentieren.

Die Erkenntnisse, die Gloetzel daraus gewinnt, sind sehr aufschlussreich. Er ließ das Projektweblog, das ja für den internen Gebrauch bestimmt war, von einer unbeteiligten Person lesen. Diese war in der Lage, die verschiedenen Blogeinträge untereinander inhaltlich zuzuordnen.

„Dabei sind die meisten Einträge kurz gehalten und konzentrieren sich auf ihre Nutzlast, sie sind somit einzeln betrachtet eher arm an Kontextinformationen“,

schreibt Gloetzel. Und weiter:

„Zu einem kontextsensiblen Medium wird das Weblog dadurch, dass Handlungsstränge innerhalb eines Projektes erzählt werden. Ein Autor kann sich dabei auf die Kontextuierung eines neuen Eintrags durch die bisher erstellten Beiträge verlassen, er darf sich kurz fassen, solange die Herstellung von Bezügen für die anderen Leser nicht unmöglich wird.“

Die Zuordnung erfolgt dann einerseits über die chronologische Zuordnung (das Prinzip von Weblogs), andererseits über die Einteilung in Kategorien sowie die Überschriften. Auch das Nutzen von Tags erleichtert und unterstützt, denke ich, diese Zuordnung.

Gloetzels Schlussfolgerung:

„Eine reflektiertere gemeinsame Vorgehensweise, mithin die Verständigung der Nutzer über die mit dem Weblogeinsatz verfolgten Ziele, und daraus resultierend die gemeinsame Entwicklung von Regeln bezüglich der Nutzung könnte die Qualität der einzelnen Beiträge wie auch der gesamten Weblogs erhöhen.“

Das heißt, Weblogs sind ein sehr kontextsensibles Medium, das positive Auswirkungen auf die Weiterentwicklung in der Zusammenarbeit von Projektteams haben kann. Darüber hinaus dient es der schnellen Kommunikation und der Vernetzung untereinander.

Was nehme ich mir aus Goetzels Untersuchung mit? Zum einen die theoretische Grundlage für das Führen eines Projektweblogs. Zum anderen die Erkenntnis, dass es keinen Sinn macht, ein Weblog einzuführen, ohne sich mit dem Projektteam auf die damit verfolgten Ziele zu einigen. Und drittens, dass ein Projektweblog nur dann hilfreich ist, wenn das Projektteam sich nicht nach dem Ende des Vorhabens auflöst und jeder seine Wege geht. Stimmen diese Rahmenbedingungen, kann der Einsatz von Projektweblogs dazu beitragen, dass sich das Projektteam kontinuierlich weiterentwickelt und die Zusammenarbeit im Projekt qualitativ immer besser wird. Was dann wiederum Auswirkungen auf die Qualität des Projektmanagements an sich hat.

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Zwei Blogs zu Kulturmarketing und Sponsoring

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Vor zwei Wochen hat die Marketingberaterin Karin Janner ein Blog zum Thema Kulturmarketing aufgesetzt. Das Kulturmarketing Blog ist bereits ihr zweites Blog, sie betreibt nämlich schon seit einiger Zeit das NewMarketing Blog. Damit wird eine große Lücke geschlossen, denn die Suche nach Blogs, die sich mit dem Thema Kulturmarketing beschäftigen, führte bis jetzt immer zu eher unbefriedigenden Ergebnissen. Worum es in ihrem Blog gehen wird, darüber schreibt Karin in ihrem letzten Post „Warum ein Kulturmarketing Blog?„.

Schon etwas länger gibt es sponsoring-blog.de, das von Karsten R. Schäfer geführt wird und sich hauptsächlich auf die Musikbranche konzentriert.

„Der sponsoring-blog.de bietet und sucht Lösungswege zu Sponsoring-Partnerschaften für Musiker und Bands, die dauerhaft sowohl für Sponsoringgeber als auch den Sponsoringnehmern Nutzen bringen“,

schreibt Karsten selbst über sein Blog. Wer wissen will, wie seine zehn Schritte für die erfolgreiche Akquise von Sponsoren aussehen, sollte sich seinen Beitrag „Konzeption zur Sponsorensuche – oder – Aller Anfang ist schwer“ durchlesen.

Cool, wieder zwei Blogs aus dem Bereich Kulturmanagement. :-)

Update: Karsten scheint recht schnell wieder aufgegeben zu haben. Das Blog gibt es leider nicht mehr.

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Lassen sich mit Hilfe von Blogeinträgen mehr CDs verkaufen?

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Wenn wir hier Tag für Tag oder auch nur Woche für Woche unsere Blogs und Websites füllen und uns in Social Networks tummeln, dann stellen wir uns wahrscheinlich irgendwann einmal die Frage, ob das überhaupt relevant ist, was wir da machen? Interessiert sich überhaupt wer für das, was da beispielsweise in Blogs veröffentlicht wird? Bewirken unsere Beiträge etwas?

Glaubt man einer von der New Yorker University veröffentlichten Studie, dann kann ich mich beruhigt zurücklehnen. Vorausgesetzt, ich schreibe über Musik, die als CD verkauft wird. Dann würden meine Beiträge nämlich dazu beitragen, die Verkaufszahlen in die Höhe zu treiben.

Vasant Dhar und Elaine Chan, die die Studie verfasst haben, kommen nämlich zu ein paar ganz interessanten Ergebnissen. Dieses hier sticht natürlich hervor:

“ When legitimate blog posts exceeded a threshold of 40 before an albums release, sales were three times the average“,

heißt es in der Presseaussendung. Untersucht wurden ingesamt 108 „Alben“, die zwischen Januar und März 07 als CD verkauft wurden. Alben, über die innerhalb eines Zeitraums von acht Wochen (vier Wochen vor und vier Wochen nach dem Erscheinen) in Blogposts berichtet wurde, konnten dabei überdurchschnittlich hohe Verkaufszahlen erzielen. Gleichzeitig stellten Dhar und Chan fest, dass sich zwar mit Hilfe von Kontakten auf MySpace die Verkaufszahlen ebenfalls steigern lassen, allerdings in geringerem Ausmaß.

Eigentlich müsste das heißen, dass die Musikindustrie zukünftig nur noch dafür sorgen muss, dass in möglichst vielen Blogs über die veröffentlichten Alben berichtet wird und schon stellt sich der Erfolg ein. Nun, ganz so einfach ist es nicht. Zu Recht wird auf Coolfer die Frage gestellt:

„Do blog posts create sales or reflect the attention an artist is getting at that point in time?“

Beides stimme wohl, beantwortet Glenn Peoples seine Frage gleich selbst, denn:

„Blogs certainly spur sales, but most of them — especially the ones that pick up on the topics of the more popular blogs — are merely a reflection of the online buzz and of the potential of the album.“

Seine Schlussfolgerung lautet:

„Bloggers carry a lot of weight. Blog buzz is a reflection of the anticipation for an album’s release, and increases in blog chatter lead to higher sales. Mainstream album reviews are almost as strong a predictor but not quite, and MySpace friends are far less a predictor of future sales.“

Für mich heißt das: Wer nur auf Blogs setzt, wird aus seiner Produktion nicht automatisch einen Verkaufsschlager machen. Erst wenn ein Album eine gewisse Aufmerksamkeit erregt hat, lässt sich der Effekt durch Social Networks wie (in diesem Fall) MySpace und durch Blogposts verstärken.

Auffällig ist, dass diese Studie in den USA zwar in einigen Blogs besprochen worden ist, im deutschsprachigen Raum aber noch nicht entdeckt worden ist. Zumindest habe ich noch keine Reaktionen entdecken können. Aber ohne Blogs kann man mit den Ergebnissen auch nicht so arg viel anfangen. Zwei Alternativen bieten sich an: entweder mit dem Bloggen beginnen oder die Studie ignorieren. Wer sie trotzdem lesen will, findet sie hier zum Download.

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Netcipia vereint Blog und Wiki

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Die Idee, ein Projekt mit Hilfe eines Blogs oder eines Wikis zu begleiten und zu dokumentieren, ist nicht mehr ganz neu. Vor allem, wenn die ProjektpartnerInnen räumlich getrennt sind, kann es hilfreich sein, alle wichtigen Informationen, Dokumente, etc. online zur Verfügung zu haben.

Bis jetzt musste man sich dabei entscheiden, ob man ein Blog oder ein Wiki wählt. Um gemeinsam Dokumente zu erstellen und sie dann strukturiert abzulegen, ist wahrscheinlich ein Wiki ganz hilfreich. Um den Verlauf eines Projektes darzustellen, bietet sich ein Blog an. Die Frage, ob Wiki oder Blog, müssen wir uns jetzt nicht mehr stellen. Netcipia vereint beide Tools auf einer Plattform.

Ich habe gleich mal einen „Place“ bei Netcipia eröffnet und werde in den nächsten Tagen damit experimentieren. Mal sehen, was sich damit alles machen lässt. Bevor ich jetzt die ganze Feature-Liste runterbete, hier ist die Original-Tabelle:

Da bleiben eigentlich keine Wünsche offen, wenn man sich das so durchschaut. Sogar die GoogleAdsense-Einnahmen gehören einem zu 100 Prozent. Bei meinen ersten Versuchen habe ich versucht herauszufinden, wo der Haken an der Sache ist. Bis jetzt habe ich ihn allerdings noch nicht gefunden.

Jetzt bin ich am Überlegen, wie man diese Kombination nutzen kann. Eine Idee, die mir eingefallen ist: Man könnte dort ein Gemeinschaftsblog einrichten für all diejenigen, die sich z.B. für das Thema Kulturmanagement interessieren, aber den Aufwand scheuen, ein eigenes Blog zu betreiben. Oder sich alleine nicht trauen.

Und im Wiki könnte man die Infos zum Bloggen zusammenstellen, also so etwas wie ein Tutorial. Ideal ist Netcipia aber eigentlich auch für Seminare. Naja, mal sehen.

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Blog lesen leicht gemacht

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© stummi123; Pixelio
In den letzten Tagen bin ich von einigen Personen gebeten worden, Sie in den Verteiler aufzunehmen, damit Sie hier nichts verpassen. Nachdem es diesen Verteiler so nicht gibt, möchte ich ganz gerne noch einmal erklären, welche Möglichkeiten Sie haben, um dieses und andere Blogs möglichst komfortabel zu lesen.

Die traditionelle Variante

Sie geben die URL http://kulturmanagement.wordpress.com ein, gehen auf die Site und schauen, ob es etwas Neues gibt. Wenn Sie diese Adresse bei Ihren Favoriten abspeichern, dann gelangen Sie recht schnell hierher. Nachdem in einem Blog immer die aktuellsten Beiträge ganz oben stehen, haben Sie damit die Gewähr, den neuesten Beitrag vor sich zu haben. Das ist die traditionelle Art, eine Website abzuspeichern und sie immer wieder mal zu besuchen.

Was aber ist, wenn es mehr als einen neuen Beitrag gibt? Oder Sie waren längere Zeit nicht mehr hier und wissen nun nicht genau, wieviele Beiträge Sie noch nicht gelesen haben? Da wird diese Herangehensweise etwas kompliziert, denn Sie müssten nun anfangen, auf der Seite nach unten zu scrollen, bis Sie den nächsten Beitrag finden. Bei zweien mag das noch gehen, was aber, wenn es fünf oder sechs sind? Da ist dieses Prinzip nicht besonders userfreundlich, werden Sie feststellen.

Blogs als RSS-Feed abonnieren

Abhilfe schafft da eine andere Variante: Sie abonnieren die Beiträge des Blogs als RSS-Feed. Auf diese Weise bekommen Sie die Beiträge in einer Art Nachrichtenticker, wie es bei Wikipedia heißt, serviert und können sich schnell einen Überblick verschaffen, welche Beiträge Sie noch nicht kennen bzw. welche Sie überhaupt interessieren. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

Theoretisch können Sie die Beiträge auf diese Weise lesen, ohne auf der Website selbst gewesen zu sein. Noch interessanter wird die Sache, wenn Sie nicht nur ein Blog, sondern mehrere lesen.

Stellen Sie sich vor, Sie lesen zehn, zwanzig oder mehr Blogs und müssen jeweils auf deren Website gehen und überprüfen, ob es neue Beiträge gibt. Eine ziemlich umständliche und vor allem zeitaufwändige Geschichte.

Blogs im RSS-Reader lesen

Wenn Sie hingegen Ihre Blogs, die Sie lesen, als RSS-Feed abonnieren, haben Sie es wesentlich leichter, denn Sie können Ihre Feeds in einem Feed-Reader sammeln und dort komfortabel verwalten, aktualisieren und dort auch die Blogbeiträge lesen.

Um ein Blog auf diese Weise zu abonnieren, kopieren Sie einfach die Feedadresse in den Feed-Reader. Die Adresse für dieses Blog lautet: http://feeds.feedburner.com/Kulturmanagement

Diese Adresse kopieren Sie und geben Sie in Ihren Feed-Reader ein. Wenn Sie noch keinen haben, müssen Sie eine Auswahl aus dem mittlerweile recht großen Angebot treffen. Grob gesagt gibt es da vierfünf verschiedene Möglichkeiten:

  • Sie verwenden die im Browser integrierte Lösung (Infos zum IE7 gibt es beispielsweise hier, ). Die ist meiner Meinung nach nur dann geeignet, wenn Sie nur wenige Feeds abonnieren und lesen.
  • Sie nutzen das Sage-Plugin, das in den Firefox-Browser integriert ist. Im folgenden Screen sehen Sie die Anordnung. Im oberen Teil der Spalte am linken Rand finden Sie die abonnierten Blogs, darunter die Beiträge des ausgewählten Weblogs. Die fette Schrift besagt, dass das Blog ungelesene Beiträge enthält.

  • Oder Sie verwenden eigenständige Reader wie zum Beispiel den Feedreader, der aktuell in der Version 3 vorliegt und vor allem dann interessant ist, wenn man viele Feeds zu verwalten hat. Sie können hier verschiedene Ordner erstellen und Ihre RSS-Feeds zum Beispiel nach inhaltlichen Kriterien sortieren.
  • Eine weitere Variante ist die Integration des Readers in Ihr Outlook-Programm, wie sie unter anderem RSS Popper anbietet. Für mich ist das nicht so ideal, da mein Outlook eh schon so überladen ist und dadurch noch langsamer wird.
  • Und zum Schluss gibt es da noch webbasierte Angebote wie Netvibes, Bloglines oder den Google Reader.

Ich habe mich für eine Mischvariante entschieden. Die wichtigen Blogs, die ich auch täglich abrufe, lese ich mit dem Sage-Plugin, die unwichtigeren mit dem Feedreader3. Und für unterwegs sind sie auch alle in Netvibes aufgelistet. Damit komme ich ganz gut hin.

Die Beiträge per Email lesen

Und noch eine Möglichkeit möchte ich Ihnen vorstellen, wie Sie meine Blogbeiträge lesen können. Tragen Sie sich in den Emailverteiler ein und Sie bekommen jeden Morgen um 3 Uhr alle Blogbeiträge der letzten 24 Stunden gesammelt in Ihre Mailbox geschickt. Anmelden können Sie sich hier. Wenn Sie diesen Link anklicken, öffnet sich ein Fenster, in dem Sie Ihre Emailadresse eingeben können.
Falls Sie die Beiträge nicht mehr per Email erhalten wollen, genügt ein Mausklick, um das Abo zu kündigen.

Welche dieser Varianten Sie wählen, müssen Sie selbst entscheiden. Geht es Ihnen nur um dieses eine Weblog, dann lohnt es sich unter Umständen für Sie, die Beiträge per Email zugeschickt zu bekommen.

Ich habe meine ersten RSS-Feeds mit Sage abonniert und gelesen. Erst als ich mehr als 100 Feeds gespeichert hatte, wurde die Sache zu unübersichtlich. Mit der Doppelvariante, fühle ich mich, wie gesagt, sehr wohl.

Und noch ein Tipp zum Schluss: Wenn Sie zu den BlogleserInnen gehören, die ab und zu auch in Blogs kommentieren, dann standen Sie wahrscheinlich auch schon mal vor dem Problem, vergessen zu haben, wo Sie einen Kommentar verfasst hatten. Mit cocomment behalten Sie den Überblick, wo Sie kommentieren und ob es Reaktionen darauf gibt.

Und jetzt wünsche ich viel Spaß beim Bloglesen.